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Klage wegen Macbook-Farbqualität

03.04.2008 | 16:42 Uhr |

Apple steht erneut einer Sammelklage gegenüber. Der Vorwurf: Das Unternehmen habe bei seiner Macbook-Werbung in puncto Farbqualität maßlos übertrieben.

Die Anwaltskanzlei Kabateck Brown Kellner aus Los Angeles hat Apple verklagt, nachdem das Unternehmen in seiner Macbook-Werbung behauptet, sein Laptop unterstützte "Millionen von Farben". Dies berichtet das Online-Magazin Dailytech. In Wirklichkeit ist das Macbook lediglich mit einem 6-Bit-TFT ausgestattet, das maximal 262.144 Farben darstellen kann. Um eine Farbqualität von wenigen oder mehreren Millionen Farben zu garantieren, müsste Apple das Laptop mit einem 8-Bit-LCD versehen müssen. Dies bringt 16.777.216 Farben auf den Monitor.


"Apple führt seine Kunden hinters Licht, indem es ihnen zu vermitteln versucht, sie kaufen einen neues und verbessertes Laptop. In Wirklichkeit werden sie mit einem neuen und minderwertigen Gerät abgespeist", so der geschäftsführende Kanzlei-Partner Brian Kabatech. Den Anwälten geht es nicht darum, Apple zu plündern. Vielmehr sehen die Advokaten ihre Aufgabe darin, "den getäuschten Kunden zu helfen und sicher zu stellen, dass Apple in Zukunft wahre Aussagen trifft."

Da das Anwaltsbüro Kabateck Brown Kellner bereits in der Vergangenheit einige Massenklagen gegen prominente Firmen wie Google (Stichwort: "Klick-Betrug") vertreten und dazu gewonnen hat, wird Apple den Ernst der Lage vermutlich nicht so ohne weiteres unterschätzen.

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