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Hacker veröffentlichen 1 Million iOS-Nutzer-Daten (Update)

Mittwoch, 05.09.2012 | 10:22 von Benjamin Schischka
Millionen von iPhone- und iPad-IDs ergattert
Vergrößern Millionen von iPhone- und iPad-IDs ergattert
© iStockphoto/assalve
Wer ein iPhone oder ein iPad sein eigen nennt, findet sich vielleicht auf einer im Netz veröffentlichten Liste wieder. Noch brisanter ist aber die Herkunft der Daten.
Die Hackergruppe AntiSec veröffentlicht im Internet 1 Million iOS-Geräte-IDs (UDIDs). Diese UDIDs (Unique Device Identifier, also einzigartige Seriennummern) werden von App-Entwicklern und Werbenetzwerken zur Identifizierung einzelner User genutzt. Verknüpft man UDID und Facebook-Konto, kann man zusätzliche Daten über den User sammeln. Immerhin verlangt Apple neuerdings , dass der Anwender gefragt werden muss, wenn eine App auf seine UDID zugreifen will. Lange war das jedoch nicht nötig. Die Hacker schreiben dementsprechend: „We never liked the concept of UDIDs since the beginning indeed.“ „Wir mochten das Konzept der UDIDs noch nie“.

Eigenen Angaben zufolge haben die Hacker sogar 12 Millionen der IDs erbeutet, sich aber dafür entschieden, dass 1 Million für die Veröffentlichung genügt. Vollständige Namen, Handynummern, Adressen und Postleitzahlen habe man vor der Veröffentlichung aus der Textdatei genommen. Das bedeutet, dass die Hacker weit mehr Infos als nur die Geräte-IDs von iPhones und iPads haben. Jedoch hätten sie nicht von allen IDs gleich viele Daten sammeln können, schränkt AntiSec ein.
 
Heikel ist außerdem die Beschreibung von AntiSec, woher die Hacker die Daten hätten: vom FBI. Angeblich habe man die Infos während der zweiten Märzwoche von einem Dell-Vostro-Notebook ergattert, das Special Agent C. S. aus dem FBI Regional Cyber Action Team gehöre. Die Hacker hätten dank einer Java-Lücke unter anderem die Datei „NCFTA_iOS_devices_intel.csv“ herunterladen können. Insgesamt seien so 12.367.232 Apple-IDs erbeutet worden. Doch warum hat das FBI so eine Liste? Darauf hätten die Hacker keinen Hinweis gefunden.

Update: Das FBI bestreitet die Herkunft der Daten. Es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass ein Laptop des FBI erfolgreich angegriffen worden sei. Man bestreitet auch, dass das FBI über derartige Datensätze verfüge.

Mittwoch, 05.09.2012 | 10:22 von Benjamin Schischka
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (18)
  • chipchap 21:26 | 11.09.2012

    Zitat: consulting
    ... Bis auf die Schweiz... - deren Banken man anders in den Würgegriff zu bekommen versucht.
    Das sind doch die Schlimmsten.
    Zitat: tempranillo
    ... Ich überlege mir mal, wie wir jetzt die Kurve zur Berliner Currywurst bekommen.
    Mit konsultierendem Ketchup?

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  • tempranillo 20:41 | 11.09.2012

    Cool. Jetzt sind wir von angeblich dem FBI geklauten Daten, die dann doch nicht beim FBI waren über die Pepita-Hut-Sozialisten in der DDR bei der Politikverdrossenheit im Allgemeinen und den Schweizer Banken im Besonderen angekommen. Ich überlege mir mal, wie wir jetzt die Kurve zur Berliner Currywurst bekommen.

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  • consulting 17:30 | 11.09.2012

    Kommunisten etc.

    Möchtergern-Diktatoren wären doch alle liebend gern. [U]LEIDER[/U] aber gibt es Parteien und Wahlen und immer noch ein paar verträumte demokratische "Aufpasser", so dass man sich mühsam duch- und hochlügen muss. Den Wahltag wird es bald nur noch als Gedenktag geben. So etwas Dummes auch, aber mit EZB und ESM werden jene, die nun ja sowieso hinter den Kulissen die Macht ausübern, alles in die Hand bekommen, um sich letztendlich auch die EU für ein Trinkgeld unter den Nagel zu reißen. Bis auf die Schweiz... - deren Banken man anders in den Würgegriff zu bekommen versucht.

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  • chipchap 16:43 | 11.09.2012

    Zitat: tempranillo
    Und die haben jetzt die iOS-Daten geklaut? :grübel:.
    Du bringst da etwas durcheinander ... .

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  • tempranillo 16:37 | 11.09.2012

    die so friedliebenden Sozialisten
    Und die haben jetzt die iOS-Daten geklaut? :grübel: Das hätte ich diesen Tattergreisen gar nicht zugetraut.

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