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FBI-Chef bittet Apple in einem Brief um Kooperation

22.02.2016 | 13:53 Uhr |

Nachdem Apple-CEO Tim Cook vergangene Woche in einem offenen Brief erklärte, dass Apple aufgrund von Sicherheitsbedenken dem FBI nicht dabei helfen werden, eine Hintertür für das Entsperren von iPhones zu entwickeln, reagiert der FBI-Chef mit einem Brief an Apple und bittet erneut um Kooperation.

Die Diskussion über das beschlagnahmte iPhone des getöteten Terroristen Syed Rizwan Farook dauert an. Der Attentäter hatte zusammen mit seiner Frau in Kalifornien 14 Menschen erschossen. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich auf dem beschlagnahmten iPhone wichtige Daten befinden, um den Fall aufklären zu können . Apple weigert sich bisher, durch eine Hintertür dem FBI Zugang zu den iPhone-Daten zu verschaffen – aus Sorge, die Sicherheit für alle zu senken.

Lesen Sie hier alles über die komplette Entwicklung des Falls Apple vs. FBI


„Wir wollen keine Verschlüsselung brechen oder einen Generalschlüssel in die Welt setzen“, erklärte der FBI-Chef James Comey in einem offenen Brief. Gleichzeitig räumte Comey ein, dass die Verschlüsselung einen Konflikt zwischen Sicherheit und Privatsphäre hervorrufe. „Dieser Konflikt sollte nicht von Unternehmen gelöst werden, die davon leben, Dinge zu verkaufen“, behauptete er weiterhin. „Es geht um die Opfer und um Gerechtigkeit.“
 
Das Thema zieht weite Kreise, da nun auch Politiker im Zuge des Wahlkampfs versuchen, mit ihrer Meinung neue Wähler zu gewinnen. So forderte beispielsweise der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump, dass die Menschen Apple boykottieren sollten. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in South Carolina behauptete Trump , dass Tim Cook aus dieser Situation eine große Nummer mache, um wahrscheinlich seine Liberalität zu zeigen.

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