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App sammelt heimlich Geodaten ihrer Nutzer

18.10.2014 | 05:34 Uhr |

Trotz des Versprechens der Anonymität greift die App Whisper ungewollt Nutzerdaten im Hintergrund ab.

Der Guardian will herausgefunden haben, dass die von den Machern als Whistleblower-Plattform angepriesene App Whisper heimlich Nutzerdaten sammelt. Darunter fallen Informationen zum Standort, der Zeit sowie dem getätigten Beitrag.

Dabei lässt sich Whisper grundsätzlich ohne Angabe einer E-Mail-Adresse oder Telefonnummer verwenden. Auf Freundschaftslisten verzichtet die App ebenfalls. Genau aus diesem Grund landen täglich bereits 2,6 Millionen Nachrichten in der App. Besonders beliebt ist Whisper bei Angehörigen des US-Militärs.

Umso pikanter ist nun der Verdacht, dass die Betreiber Standortdaten ihrer Nutzer speichern, um die Glaubwürdigkeit der getätigten Beiträge zu überprüfen. So ließe sich über einen aus der Uni geteilten Post eher abschätzen, ob der Verfasser tatsächlich ein Student ist.

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Nach Informationen des Guardian hätten die Verantwortlichen hinter Whisper bereits Informationen an das FBI oder den britischen Geheimdienst MI5 weitergegeben.

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