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Schon 10.000 Anwendungen fürs iPhone

Der iPhone-App-Store bietet Usern bereits um die 10.000 Anwendungen zum Download.

Die speziell dem Thema iPhone-Anwendungen gewidmete Webseite 148Apps meldet, dass der Store die Marke am Wochenende geknackt hat. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber den rund 500 Anwendungen, mit denen Apples Software-Markt vor knapp fünf Monaten gestartet ist. Das Erreichen der Marke ist ein weiterer Beleg für den Erfolg des Apple-Angebots , das Vorbildwirkung für den Smartphone-Bereich hat. Anwendungs-Stores sind laut Gartner-Analystin Carolina Milanesi ein neuer Fokus für die Geräte-Hersteller. "Der App Store hat gezeigt, wie das gemacht gehört", meint sie.

"Es ist wichtig, den Einfluss zu unterstreichen, den der App Store auf die Beziehung zwischen Kunden und Anwendungen hatte", betont Milanesi. Traditionell seien Anwendungen von den Betreibern bereitgestellt worden. "Die User, die sich getraut haben, Programme von Webseiten wie Handango herunterzuladen, waren bisweilen enttäuscht, wenn Symbian- oder Windows-Mobile-kompatible Anwendungen auf ihrem Gerätemodell dennoch nicht funktioniert haben", so die Ananlystin weiter. Genau dieses Problem sollte bei Apple nicht auftreten, sondern Software richtig gut funktionieren. "Es gibt bislang nur ein Modell, um das sich Entwickler kümmern müssen", erläutert Milanesi. Die Vorbildwirkung des App Stores für andere Plattformen ist dabei offenkundig. Google hat mit dem Android Market für seine Handy-Plattform bereits einen Konkurrenten gestartet und Research in Motion hat einen Anwendungsshop für BlackBerry-Geräte definitiv in Aussicht gestellt.

Insgesamt scheint das iPhone den Softwareanbietern zuzusagen, denn seit Juli hat sich die Zahl der im App Store angebotenen Programme fast verzwanzigfacht. Zwar kritisiert MacRumors, dass die 148Apps-Zählung auch inzwischen von Apple aus dem Store entfernte Anwendungen berücksichtigt und die 10.000-Programm-Marke noch nicht geknackt sei. Knapp davor stehe der Store aber dennoch. Dass der App Store auch wirtschaftlich ein Erfolgsmodell ist, hat sich bereits im August herauskristallisiert. Dabei sind laut 148Apps-Statistik rund ein Viertel der angebotenen Anwendungen kostenlos und weitere 50 Prozent kosten weniger als zwei Dollar.

Für Kritik am App Store hat allerdings in einigen Fällen die Zulassungs- und Löschungspolitik von Apple gesorgt. "Es ist natürlich zu erwarten, dass sie keine Applikationen anbieten werden, die direkt mit ihren eigenen Produkten konkurrieren", sagt dazu Milanesi. Das könne die Anzahl der verfügbaren Programme einschränken. Letztendlich dürfte sich auch als Nachteil im Anwendungs-Rennen erweisen, dass das iPhone ein Einzelkämpfer ist. "Langfristig wird es wohl mehr Anwendungen für Symbian und Windows Mobile geben, einfach aufgrund der schieren Menge an Geräten, die diese Betriebssysteme unterstützen", meint die Analystin abschließend. (pte/jp)

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