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Online-Kriminalität als deutscher Exportschlager

Online-Kriminelle sagen "Ja" zum Standort Deutschland. Jeder fünfte Botnet-PC Europas steht in Deutschland. Deutschland belegt zudem Spitzenplätze bei Phishing-Attacken, der Verbreitung Trojanischer Pferde und weiteren Schadcode-Aktivitäten. Soziale Netzwerke und mobile Endgeräte werden zunehmend zur Zielscheibe von Angriffen.

Symantec hat die 16. Ausgabe seines jährlichen Berichts zur weltweiten Situation auf dem Gebiet der Online-Kriminalität veröffentlicht. Der aktuelle Internet Security Threat Report konstatiert für 2010 erhebliche Zuwächse bei Volumen und Qualität von schädlichem Code. Die Zahl neu entdeckter Bedrohungen ist im Jahr 2010 auf 286 Millionen angestiegen. Zunehmend stehen Unternehmen, soziale Netzwerke und Mobilgeräte im Fokus.

Deutschland nimmt als Ausgangspunkt von Angriffen eine wenig rühmliche Spitzenposition ein. Wie schon 2009 standen auch im Jahr 2010 in Deutschland europaweit die meisten Botnet-PCs, über 470.000 hat Symantec hierzulande entdeckt. Der Anteil beläuft sich damit inzwischen auf etwa 20 Prozent. Im Durchschnitt sind 2010 täglich fast 2000 Botnet-Rechner aktiv gewesen.

In der Gesamtschau sind Großbritannien und Deutschland die häufigsten Ausgangspunkte der EMEA-Region (Europa, Nahost, Afrika) für kriminelle Online-Aktivitäten. Großbritannien führt bei Malware-Aktivitäten vor der Türkei und Saudi-Arabien. Deutschland liegt hier hinter Russland auf Rang 5. In vier weiteren Kategorien liegt Deutschland hingegen auf dem ersten Platz: Spam-Zombies, Phishing-Server, Bots und Netzwerkangriffe.

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