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Anwender verklagen Microsoft

30.08.2000 | 19:08 Uhr |

Erstmals ist in den USA eine Sammelklage gegen Microsoft zugelassen worden. In der Klageschrift werfen Anwender dem Softwaregiganten die Ausnutzung seiner Monopolstellung vor. Der zuständige Richter vom Obersten Gericht in San Francisco erklärte Dienstagabend, es handle sich um eine große Zahl von Klägern, die relativ geringe Beträge zurückfordern. Der Termin für die Verhandlung steht noch nicht fest.

Erstmals ist in den USA eine Sammelklage gegen Microsoft zugelassen worden. In der Klageschrift werfen Anwender dem Softwaregiganten die Ausnutzung seiner Monopolstellung vor. Der zuständige Richter vom Obersten Gericht in San Francisco erklärte Dienstagabend, es handle sich um eine große Zahl von Klägern, die relativ geringe Beträge zurückfordern. Der Termin für die Verhandlung steht noch nicht fest.

Die Sammelklage bezieht sich unter anderem auf das Betriebssystem Windows sowie die Microsoft-Office-Anwendungen Word und Excel. Die Kläger werfen dem Konzern vor, mit überhöhten Preisen Verbraucher zu schädigen. Der zuständige Richter Thomas Penfield Jackson, sah beim Hauptprodukt Windows 98 beispielsweise einen Preis von 49 statt 89 Dollar als gerechtfertigt an.

Bislang waren die zahlreichen Verbraucherklagen von allen US-Gerichten abgelehnt worden. Microsoft-Chef Bill Gates war im April von einem Bezirksgericht für schuldig befunden worden, Konkurrenten mit unfairen Mitteln aus dem Geschäft gedrängt zu haben. Gegen die gerichtlich angeordnete Aufspaltung des Softwarekonzerns hatte Microsoft Berufung eingelegt. (PC-WELT, 30.08.2000, hem)

Microsoft im Schwitzkasten (PC-WELT Online, 16.08.2000)

Microsoft legt Berufung ein (PC-WELT Online, 14.06.2000)

Die Chronologie des Microsoft-Prozesses

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