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Antivir 7: So klappt das Update der Virensignaturen

13.02.2006 | 10:29 Uhr |

Antivir ist einer der beliebtesten Virenscanner überhaupt: Die Software ist für Privatanwender kostenlos und die Erkennungsrate kann sich sehen lassen. Doch mit den Updates der Virensignaturen tun sich Anwender seit dem Launch von Antivir Personal Edition Classic 7 schwer: Der Server ist oft überlastet, das Update scheitert. Das dürfte sich aber bald ändern; bis sich die Serverauslastung normalisiert hat hilft außerdem ein Trick weiter.

Wenn Sie Antivir Personal Edition Classic 7 auf Ihrem Rechner installiert haben, kennen Sie das Bild: Sofern Sie die Defaulteinstellung nicht verändert haben, versucht Antivir nach dem Aufbau einer Internetverbindung seine Virensignaturen zu aktualisieren. So bleibt der Scanner immer aktuell und bietet optimalen Schutz. Und das alles ist für Privatanwender völlig kostenlos, eine prima Sache eigentlich.

Eigentlich. Denn seit H+BEDV ( ab dem 1. März unter der Bezeichnung Avira firmierend ) das Final Release von Antivir 7 zum Download bereit gestellt hat ( die PC-WELT berichtete ), kennen Anwender ein anderes Szenario. Nämlich das des endlosen Downloadversuchs, der unter Umständen sogar scheitert.

Antivir 7 versucht zwar eine Verbindung zum Download-Server von H+BEDV herzustellen, doch in vielen Fällen dauert es selbst bei einem Breitbandzugang mehrere Minuten, bis der Virenscanner aktualisiert ist. Manchmal kann es sogar vorkommen, dass das Update überhaupt nicht zu Stande kommt. Besonders bei Benutzern von 56K-Modems kann der Updateversuch gänzlich scheitern. Das Fatale daran: Ohne aktuelle Virensignaturen kann selbst der beste Virenscanner nur noch eingeschränkt schützen, Antivir 7 verliert damit erheblich an Wert.

Die PC-WELT fragte bei H+BEDV nach. Das Unternehmen bestätigte, dass die Aktualisierung der Virendefinitionsdatei mitunter sehr zäh sein kann. Der Grund dafür sei die große Nachfrage nach dem Ende Januar erschienenen Final-Release von Antivir 7. Durch die vielen Downloads würde der Server stark belastet. Allerdings rechnet H+BEDV damit, dass sich das im Laufe dieser Woche normalisieren werde. Dann sollten die Downloads wieder flotter über die Bühne gehen.

Zudem würden künftig neue Versionen von Antivir den Downloadserver nicht mehr derart stark beanspruchen. Denn bisher musste für ein Update des Virenscanners das komplette Programm heruntergeladen werden. Eine der Neuerungen von Antivir 7 ist aber das Single-File-Update. Das bedeutet, dass man ab Antivir 7 nur noch die Teilkomponenten (beispielsweise eine bestimmte DLL) herunterladen muss, die tatsächlich aktualisiert wurde. Das spart erheblich an Traffic und entlastet den Server.

Der frühe Vogel fängt den Wurm:

Bis dahin empfiehlt der Hersteller den Anwendern, das Update der Virensignaturen zwischen 0:00 Uhr und zirka 7:30 Uhr durchzuführen. In diesem Zeitraum sei der Server nicht überlastet, die Aktualisierung sollte also problemlos klappen. Laut H+BEDV spielt der Wochentag übrigens keine Rolle, es ist also egal, ob Sie das Update an einem Werktag oder am Wochenende durchführen, die Serverauslastung sei immer ähnlich stark. Nur die Uhrzeit entscheidet über Erfolg oder möglichen Misserfolg.

Download: Antivir Personal Edition Classic 7

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