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Anti-Spyware Koalition verabschiedet Spyware-Definition

25.10.2005 | 13:51 Uhr |

Ein Bündnis aus Technologiefirmen und öffentlichen Interessengruppen stellt eine gemeinsame Definition von Spyware vor.

Beim gemeinsamen Kampf gegen die Spyware-Plage ist es auch wichtig festzulegen, wer eigentlich der Gegner ist. Die in diesem Frühjahr unter dem Dach des Center for Democracy and Technology gegründete "Anti-Spyware Coalition" (ASC) hat eine gemeinsame Definition von Spyware verabschiedet. In der ASC haben sich IT-Unternehmen und öffentliche Interessengruppen zusammen gefunden, die Strategien zur Bekämpfung von Spyware entwickeln wollen ( wir berichteten ).

Das Dokument, das ab sofort auf der Website der ASC bereit steht, soll als Grundlage für alle zukünftigen Antispyware-Aktivitäten der Koalition dienen. Der nächste geplante Schritt soll ein "Risk Modeling Document" sein, in dem objektive Kriterien festgelegt werden, nach denen die Anbieter von Anti-Spyware-Produkten entscheiden, ob ein bestimmtes Programm als Spyware eingestuft wird.

Die beschlossene Definition von Spyware ist recht formal gehalten. Als Spyware gelten Technologien, die ohne angemessenes Einverständnis des Benutzers installiert werden und seine Kontrollmöglichkeiten einschränken. Dies betrifft insbesondere die Kontrolle über seine Privatsphäre, die Sicherheit seines Computers, die Nutzung von System-Ressourcen und ganz allgemein die Art und Weise, wie er seinen Computer benutzt. Dazu gehört ferner die Kontrolle darüber, welche Programme installiert sind, sowie welche privaten oder anderweitig vertraulichen Daten gesammelt und an andere übermittelt werden.

Mit anderen Worten: Als Spyware gelten alle Programme, die auf dem Rechner heimlich etwas tun, das der Anwender wohl nicht gestatten würde, sowie Daten an andere übertragen, die der Anwender mutmaßlich lieber für sich behalten würde.

Das Dokument enthält ferner eine mit Beispielen angereicherte Tabelle mit Unterkategorien von Programmen, für die sich in den letzten Jahren eher ungenaue Bezeichnungen eingebürgert haben. Dazu zählen unter anderem Begriffe wie "Hijacker", "Backdoors" oder "Keylogger", aber auch so genannte "Tracking Cookies".

Ein ausführliches Glossar erläutert verwendete Begriffe von "ActiveX Control" über "Rootkit" bis "Zombie". Ferner enthält das Dokument die Beschreibung eines Verfahrens, mit dem Hersteller von als Spyware eingestuften Programmen um eine Überprüfung dieser Einordnung ersuchen können. Abschließend werden auch noch einige Sicherheits-Tipps für Anwender gegeben, mit denen sie sich vor Spyware schützen sollen.

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