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Anti-Spam-Maßnahmen: Erfolge in China

12.04.2007 | 13:08 Uhr |

Die Zahl der aus China kommenden Spam-Mails ist in den ersten drei Monaten des Jahres 2007 stark zurückgegangen.

Vor gut einem Jahr kamen von Rechnern in China noch 21,1 Prozent aller weltweit versandten Spam-Nachrichten. Mittlerweile ist hier aber ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen, im letzten Quartal stammten insgesamt nur 7,5 Prozent der Spam-Mails aus China.

Während der ersten sieben Tage im Jahr 2007 war China gerade mal für 1,7 Prozent der Spam-Nachrichten verantwortlich, ein ungewöhnlich starker Rückgang, wie Carole Theriault, Senior Security Consultant bei Sophos , meint. "Wir sahen einen sehr deutlichen Rückgang in China am Anfang dieses Jahres". Es sei beinahe so, als ob einige Internet Service Provider offline genommen wurden, so Theriault

Ursache könnten zwei größere Erdbeben Ende Dezember vor der Küste Taiwans, die die Untersee-Kabel beschädigten und den Internet-Zugriff in Asien unterbrachen. Aber sie ist auch der Verdienst des Landes selbst. Theriault dazu: "China arbeitet seit geraumer Zeit daran, dass Spam-Volumen zu drosseln, und ich glaube, vieles deutet darauf hin, dass sie erfolgreich waren."

Die Ergebnisse der Antispam-Maßnahmen in den Vereinigten Staaten - für das Jahr 2006 - sind nicht ganz so positiv. Die Vereinigten Staaten waren letztes Jahr Ausgangspunkt für 23,3 Prozent des weltweiten Spam-Aufkommens. Im ersten Quartal dieses Jahres lag der Anteil immer noch bei 19,8 Prozent - ein wesentlich bescheidenerer Rückgang als in China, sagt Theriault.

Während sich Spam in Asien auf dem absteigenden Ast befindet, haben Spammer in mehreren europäischen Ländern sich dagegen eifrigst an die Arbeit gemacht. Von Rechnern aus Polen wurden 7,4 Prozent des weltweiten Spams abgesetzt - beinahe so viel wie aus China. Und auch Italien, Frankreich, Deutschland und Spanien sind in Sophos Liste der Top-Spam-Versender aufgeführt.

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