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Anti-P2P-Aktion hat kaum Auswirkungen

21.06.2006 | 16:06 Uhr |

Die Aktion gegen Raubkopierer im Mai hatte laut einer aktuellen Studie kaum Auswirkungen auf das Verhalten der Tauschbörsennutzer.

Einer aktuellen Studie des Spezialisten für Internet-Traffic-Management und -Analyse Ipoque zufolge, hatte der „große Schlag gegen Raubkopierer“ im Mai kaum Auswirkungen auf das Verhalten von Tauschbörsennutzern. Die Staatsanwaltschaft Köln hatte rund 3.500 Verfahren gegen Nutzer von P2P-Tauschbörsen eingeleitet, dabei war es in Einzelfällen auch zu Hausdurchsuchungen gekommen. Laut der Studie ging der Datentausch über entsprechende Programme zwar kurzfristig um 15 Prozent zurück, erreichte aber binnen drei Wochen wieder das ursprüngliche Niveau.

Derzeit hat der Datenverkehr von P2P-Programmen tagsüber einen Anteil von 50 Prozent am gesamten Internet-Traffic, nachts sind es sogar 80 Prozent. Die beliebtesten Tauschbörsen in Deutschland sind eDonkey und BitTorrent. Laut Ipoque sei letztere die einzige P2P-Anwendung, mit der legale Inhalte in größerem Umfang übertragen werden. Für die Zukunft rechnet Ipoque nicht damit, dass sich Tauschbörsen-Nutzer durch Aktionen, wie im Mai geschehen, nachhaltig beeindrucken lassen. Die Anwender würden eher auf Sicherungsmaßnahmen wie die Verschlüsselung ihrer Festplatten oder den Wechsel zu anonymeren P2P-Programmen setzen.

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