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Anti-NSA-Dienst ProtonMail wächst auf 250.000 Nutzer

05.08.2014 | 13:22 Uhr |

Die Anbieter von ProtonMail versprechen, dass Mails mit ihrem Service von Anfang an verschlüsselt und nur auf Servern in der Schweiz gespeichert werden. Wer mag, kann seine Mails nach einer beliebigen Zeit automatisch sich selbst zerstören lassen. Das Konzept kommt anscheinend gut an.

Erst im Mai war mit ProtonMail ein angeblich abhörsicherer Mail-Dienst gestartet . Dafür tragen End-to-End-Verschlüsselung (die Mail wird am Rechner des Schreibers verschlüsselt, noch bevor sie auf den Server von ProtonMail übertragen wird) und der Serverstandort in der Schweiz Sorge, heißt es. Ferner kann man jeder Mail einen Selbstzerstörungsmechanismus anhängen, eine Art Ablaufdatum. Mittlerweile ist der Dienst bei der Beta-Version 1.08 angekommen und verspricht verbesserten Schutz und optimierte Benutzerführung.

Bereits zum Start waren die Anbieter vom Interesse der Nutzer offenbar überrascht worden. "Wir dachten, wir hätten genug Ressourcen um über einen Monat an neuen Nutzer-Anmeldungen zu unterstützen. Wir hätten uns niemals vorgestellt, dass wird dieses Limit bereits nach 60 Stunden erreichen würden", haben die Macher damals mitgeteilt. Wie Forbes meldet , sind die Nutzerzahlen von 20.000 im Mai auf nun 250.000 gestiegen. Mittlerweile gebe es zwei Rechenzentren in der Schweiz mit Proton-Daten und zehn Mitarbeitern. Weitere 100.000 Nutzer sollen auf einer Warteliste stehen, heißt es im Bericht.

E-Mails dürften die Hauptsorge vieler sicherheitsbewusster Nutzer sein. Doch auch Chat-Nachrichten sind vor den Schlapphüten keinesfalls sicher. Wer ohne viel Handarbeit möglichst schnell und unkompliziert verschlüsselt Chatten mag, kann kostenlose Dienste wie Cryptocat benutzen. BitTorrent werkelt mit Bleep gerade ebenfalls an einem abhörsicherem Chat-Tool.

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