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Telekom will mehr Geld

17.06.2008 | 14:32 Uhr |

Wenn ein Telekom-Kunde zur einem anderen Telekommunikationsunternehmen wechselt, kassiert die Telekom von dem Konkurrenten ein Einmalentgelt. Die Telekom will dieses Einmalentgelt jetzt um bis zu 70 Prozent erhöhen, wogegen der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) Sturm läuft.

Wer von der Deutschen Telekom zu einem anderen konkurrierenden TK-Unternehmen/Provider wechselt, muss sich in der Regel für bis zu 24 Monate an den neuen Dienstleiter binden ( und aus diesen Langzeitverträgen kommen Kunden nur in absoluten Ausnahmefällen vorzeitig wieder raus ). Diese lange Vertragsdauer begründen 1&1, Freenet und Konsorten unter anderem mit dem so genannten Einmalentgelt, das die Provider für jeden wechselnden Kunden an die Deutsche Telekom bezahlen müssen. Dieses Einmalentgelt beträgt nach Angaben des Bundesverbandes Breitbandkommunikation (BREKO) derzeit zirka 50 Euro. Doch wenn es nach der Deutschen Telekom geht, werden bald bis zu 80 Euro pro umziehenden Teilnehmeranschluss fällig.

Laut Breko will die Deutschen Telekom AG die Einmalentgelte für die Teilnehmeranschlussleitung zum 01. Juli 2008 erhöhen. Die Telekom habe deshalb bei der Bundesnetzagentur bis zu 70 Prozent höhere Entgelte für die Teilnehmeranschlussleitung beantragt. So fordert die DTAG für die Umschaltung auf einen Wettbewerber mit Arbeiten beim Endkunden künftig über 80 Euro anstelle der bislang üblichen 50 Euro. Die exakte Höhe des Einmalentgelts richtet sich nach den konkreten technischen Erfordernissen. Die zur Zeit geltenden Einmalentgelte sind von der Regulierungsbehörde 2007 befristet für ein Jahr festgelegt worden.

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