02.07.2008, 11:05

Hans-Christian Dirscherl

Anschlusswechsel

Telekom bekommt weniger Geld

Die Deutsche Telekom ist zwar mit ihrer Forderung nach einer Erhöhung der Umschaltentgelte (die beim Wechsel eines T-Com-Kunden zu einem anderen Provider anfallen) gescheitert, doch der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) ist mit der Entscheidung der Bundesnetzagentur trotzdem unzufrieden.
Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) beurteilt die Entscheidung der Bundesnetzagentur, (BNetzA) die Einmalentgelte zum 01. Juli 2008 nur geringfügig zu senken, kritisch, obwohl die Telekom mit ihrer Forderung nach höheren Umschaltentgelten abgeblitzt ist.
Und darum geht es: Die Deutsche Telekom AG (DTAG) hatte bei der BNetzA höhere Entgelte für die Teilnehmeranschlussleitung als die bisher geltenden beantragt. Die Bundesnetzagentur bewilligte der Telekom aber keine Erhöhung, sondern reduzierte die Einmalentgelte sogar zwischen 0,2 Prozent und 4 Prozent mit der Begründung, dass die Deutsche Telekom bei der Beantragung eines neuen Umschaltentgelts Kostenersparnisse von ca. 20 Prozent aus dem Tarifabschluss 2007 berücksichtigen müsse.
Für die Übernahme der Teilnehmeranschlussleitung (TAL - die so genannte "letzten Meile") ohne Arbeiten beim Endkunden kann die Deutsche Telekom künftig ein Entgelt von 35,70 Euro verlangen. Für die häufigste Variante (Neuschaltung der Kupferdoppelader Zweidraht hochbitratig mit Arbeiten am Kabelverzweiger und beim Endkunden) beläuft sich der neue Tarif auf 62,37 Euro.
Somit ergeben sich für die Konkurrenzunternehmen der Telekom keine Kostenerhöhung, sondern ganz im Gegenteil sogar geringfügige Ersparnisse. Doch der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) ist trotzdem unzufrieden: „Eine viel zu geringe Absenkung in Anbetracht der beträchtlichen Kostensenkungen aus dem Tarifabschluss 2007“, kritisiert Verbandsgeschäftsführer Rainer Lüddemann die Entscheidung und fährt fort: "Die dadurch erzielten Kostenvorteile der Telekom müssten komplett an die Wettbewerber weitergegeben werden, soweit es um Preise für deren Vorprodukte gehe. Dies sei aber offenbar nicht geschehen.“
Alle Entgelte wurden bis Ende Juni 2010 genehmigt.
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