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Anonymous greift Nordkorea an

05.04.2013 | 05:29 Uhr |

Die Hacktivisten von Anonymous haben eigenen Aussagen zufolge zwei nordkoreanische Websites lahmgelegt und zahlreiche Twitter- und Flickr-Accounts erbeutet.

Seit Nordkorea seine Drohgebärden gegen den Westen verstärkt hat, greifen auch die Hacktivisten von Anonymous in den Konflikt ein – zumindest virtuell. Wie das Kollektiv in dieser Woche bestätigt, ist es den Hackern gelungen die offiziellen Twitter- und Flickr-Accounts des Landes zu kapern und zwei Websites lahmzulegen.

Um ihre Bemühungen zu untermauern, veröffentlichten die Anonymous-Aktivisten auf Twitter und Flickr entsprechende Beweise in Form von Bildern und Tweets. Als Ziel hatten sich die Hacker dabei die offiziellen Web-Präsenzen des nordkoreanischen News-Portals Uriminzokkiri ausgesucht.

Den beiden Online-Musik- und Buch-Stores Ryomyong.com und Aindf.com ging es ebenfalls an den Kragen. Auf beiden Portalen wurden durch die Hacker Bilder eingeschleust, auf denen der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un verspottet wird. Für die nächsten Wochen planen die Hacktivisten noch weitere Aktionen, bei denen ihnen angeblich Insider aus dem kommunistischen Land behilflich sein werden.

Reuters-Mitarbeiter soll mit Anonymous kooperiert haben

Es bleibt abzuwarten, was sich Anonymous von den Hacks und DDoS-Attacken erhofft. Ein Stop des nordkoreanischen Atomprogramms dürfte mit dem Upload von witzigen Bildchen wohl nicht zu erwirken sein.

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