1160651

Anonymous legt sich mit mexikanischem Drogenkartell an

31.10.2011 | 11:15 Uhr |

Die Hackergruppe Anonymous droht, die Mitglieder eines mexikanischen Drogenkartells zu enttarnen. Hintergrund ist die Entführung eines Hackers.

Die Hacker-Gruppe Anonymous droht damit, die Identität von Mitgliedern und Unterstützern eines Mexikanischen Drogenkartells am 5. November im Internet publik zu machen. Die Hackergruppe reagiert damit auf die Entführung eines Mitglieds. Um ihre Drohung zu untermauern, hat Anonymous am Wochenende die Website des ehemaligen Staatsanwalts Gustavo Rosario Torres gehackt, dem sie vorwirft, Mitglied der kriminellen Vereinigung Los Zetas zu sein. "Gustavo Rosario Es Zeta" heißt in spanischer Sprache auf der gehackten Website des Politikers .

Die Drohung von Anonymous findet allerdings nicht die Unterstützung aller Mitglieder der Hackergruppe. Einige fürchten die Rache des berüchtigten Drogenkartells und raten daher, sich nicht an der Aktion zu beteiligen. Per Twitter versuchten sogar einige Anonymous-Mitglieder am Sonntag , die Aktion abzublasen.

In einem bereits am 6. Oktober in spanischer Sprache veröffentlichten Video auf Youtube, droht das Mitglied "MrAnonymousguyfawkes" damit, die Namen, Fotos und Adressen von Polizisten, Journalisten, Taxi-Fahrern  und anderen Unterstützern des Drogenkartells zu veröffentlichen, in der Hoffnung, die Regierung werde sie anschließend verhaften.

"Ihr habt einen großen Fehler gemacht, als ihr einen von uns entführt habt. Lasst ihn wieder frei. Und sollte ihm etwas passieren, dann werdet ihr immer an den 5. November zurückdenken", droht in dem Video ein maskiertes Mitglied von Anonymous. Das Datum ist nicht zufällig ausgewählt: Am 5. November 1605 scheiterte der britische Offizier Guy Fawkes bei dem Versuch, das britische Parlament zu sprengen. Die von Guy Fawkes verwendete Maske wurde auch in dem Film "V - wie Vendetta" populär. Die Mitglieder von Anonymous setzen die Masken ebenfalls als Erkennungszeichen ein.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1160651