17.08.2011, 09:31

Christoph Supguth

Hacker-Attacke

Anonymous legt Verkehrsbetriebe in San Francisco lahm

Die Hackergruppe Anonymous hat Anfang der Woche Teile der Verkehrsbetriebe von San Francisco lahm gelegt. Grund des Angriffs war die teilweise Abschaltung des Handynetzes durch die Verkehrsbetriebsgesellschaft Bay Area Rapid Transit.
Die Hackergruppe Anonymous hat am vier U-Bahn-Stationen in San Francisco lahm gelegt. Der Hintergrund der Aktion lag in der teilweisen Abschaltung des Mobilfunknetzes in einigen U-Bahn-Stationen durch die Verkehrsbetriebsgesellschaft Bay Area Rapid Transit (BART). Für Kritiker, wie die Hackergruppe Anonymous, stellt das eine massive Einschränkung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit dar.
Derzeit erlebt die BART-Verkehrsgesellschaft eine Welle von Demonstrationen. Ausgelöst wurden die Proteste, nachdem am 3. Juli ein BART-Sicherheitsbeamter einen offenbar stark angetrunkenen 45-jährigen Mann erschossen hatte. Die Sicherheitsleute von BART genießen ähnliche Rechte, wie die US-Polizei. Seitdem erlebt die Verkehrsgesellschaft immer wieder Demonstrationen von Menschenrechtlern in den U-Bahn-Stationen.
Vergangen Donnerstag sollte eine weitere Demonstration statt finden. Um die Versammlungen zu stören, hatte BART Teile des Funknetzes in den U-Bahn-Stationen lahm gelegt, indem sie installierte Mobilfunkstationen abschaltete. Damit sollte die Koordination der Demonstranten behindert werden. Nach Angaben von BART habe man dies nur getan, um die Sicherheit der zahlenden Kunden zu gewährleisten, schreibt der Verkehrsbetrieb in seiner Pressemitteilung.
Die Hackergruppe Anonymous legte am Montag nicht nur die U-Bahn-Stationen lahm, indem sie verhinderte, dass sich die Türen der U-Bahnen öffneten. Zudem hackten sie vergangenen Sonntag die offizielle Firmenseite MyBart.org und sollen dabei 59.000 Datensätze, teilweise mit Kundendaten, erbeutet haben. Zum Beweis wurden Auszüge aus den Datensätzen veröffentlicht.
Nutzer von Twitter titulieren die Aktion der BART-Verkehrsbetriebe als "Mubarak-Style". Die Tweets werden unter dem Thema #MuBARTek verschickt. Die Internetgemeinde spielt damit auf den gestürzten ägyptischen Präsidenten Mubarak an, der ebenfalls die Handynetze abschalten ließ, um die Kommunikation der Demonstranten zu stören.
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