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Hacker-Angriffe kosten PayPal 4,3 Millionen Euro

23.11.2012 | 14:31 Uhr |

Über 100 Angestellte sollen wochenlang nach dem Hacker-Angriff auf PayPal aufgeräumt haben. Ein Staatsanwalt beziffert die Schadenssumme auf mehrere Millionen Euro.

Wegen seiner Beteiligung an Hacker-Angriffen auf PayPal muss sich ein 22jähriger Student vor Gericht verantworten. Die Hacker-Gruppe Anonymous hatte in der Operation "Payback" zum Sturmangriff auf vermeintliche Wikileaks-Gegner geblasen. PayPal hatte sich zuvor geweigert, Spenden für Julian Assange abzuwickeln. Vor Gericht hat der Staatsanwalt laut BBC nun eingeräumt , dass Anonymous mit DoS-Attacken bei PayPal großen Schaden angerichtet habe. Unter Denial-of-Service-Attacken (DoS) versteht man eine Überflutung der Opfer-Server mit Anfragen, bis diese zusammenbrechen.

PayPal habe nach den Angriffen in den Schutz vor erneuten Hacker-Attacken investieren müssen.Sowohl in Hardware als auch in Software sei investiert worden. Außerdem seien über 100 Angestellte mehrere Wochen lang mit den Aufräumarbeiten nach den Angriffen beschäftigt gewesen. Den Schaden bezifferte der Staatsanwalt insgesamt auf 3,5 Millionen Pfund, umgerechnet 4,3 Millionen Euro.

Das Urteil im Fall des 22jährigen steht noch aus. Der Angeklagte behauptete, der von der Polizei beschlagnahmte Rechner habe seiner Schwester gehört. Das Passwort des PCs soll eine Variation des Satzes "Nerdo is the best (the worst) hacker in the world" gewesen sein. Der Student soll sich selbst online "Nerdo" genannt haben. Sein Passwort lässt somit den Schluss zu, dass ihm der Rechner selbst gehört haben könnte.

PayPal ist eine Tochter von Ebay, die sich längst auch abseits der Versteigerungsplattform als Online-Bezahl-System etabliert hat.

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