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Anonymität im Internet gefährdet

09.03.2001 | 16:17 Uhr |

Die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder sehen die Anonymität im Internet in Gefahr. Wegen der in Deutschland und Europa geplanten Maßnahmen gegen die Kriminalität im Netz drohe der gläserne Internetnutzer.

Die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder sehen die Anonymität im Internet in Gefahr.

Wegen der in Deutschland und Europa geplanten Maßnahmen gegen die Kriminalität im Netz drohe der gläserne Internetnutzer, warnte die nordrhein-westfälische Datenschutzbeauftragte, Bettina Sokol. Auch für das Internet müssten Datenschutz und Fernmeldegeheimnis gelten.

Die Datenschutzbeauftragten kritisieren vor allem die Forderung der Innenminister, die Internetprovider sollten die digitalen Spuren der Nutzer aufzeichnen und aufbewahren. Eine solche Datenbevorratung sei unverhältnismäßig. Das Sammeln von Daten für Zwecke der Strafverfolgung dürfe erst erfolgen, wenn ein konkreter Verdacht bestehe, fordern die Beauftragten.

Nach Einschätzung der Innenminister erschweren bestehende Rechtsunsicherheiten die Bekämpfung der Internetkriminalität. Dagegen halten die Datenschützer schon jetzt eine effektive Strafverfolgung für möglich. Personenbezogene Internetdaten dürften nur in Länder mit ähnlichem Schutzregelungen wie in der Bundesrepublik übermittelt werden, fordern sie. (PC-WELT, 09.03.2001, dpa/ ml)

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