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Anleitungen zum Bombenbau

27.12.2000 | 11:56 Uhr |

Der niedersächsische Verfassungsschutz sieht im Internet Ansätze zu Rechts-Terrorismus. Behördensprecher Rüdiger Hesse sagte dass Neonazis in ihren Webseiten offen zu Gewalt aufriefen.

Der niedersächsische Verfassungsschutz sieht im Internet Ansätze zu Rechts-Terrorismus. Behördensprecher Rüdiger Hesse sagte am Mittwoch dem Radiosender NDR, Neonazis riefen auf ihren Seiten offen zu Gewalt auf.

Auf ihren Seiten fänden sich mittlerweile Anleitungen zum Bombenbau. Dies sei eine völlig neue Entwicklung, betonte Hesse.

Bislang kenne Deutschland keinen fest strukturierten Rechtsterrorismus. Künftig könne dies aber nicht mehr ausgeschlossen werden, sagte Hesse. Die Zahl der rechtsextremen Internet-Angebote sei unterdessen von 380 im Sommer auf jetzt rund 800 sprunghaft angestiegen.

Rund 90 Prozent dieser Seiten würden aus den USA ins Internet gestellt. Neonazis träten mittlerweile auch selbst als Internet-Provider auf, um nicht von größeren Anbietern abhängig zu sein.

Der niedersächsische Verfassungsschutz fordert daher eine Erklärung US-Regierung, die rechtsextremen Angebote künftig nicht mehr zu tolerieren. (PC-WELT, 27.12.2000, dpa/ pk)

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