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Angriffe auf dänische Websites

08.02.2006 | 08:39 Uhr |

Im Namen des Islam werden aus Protest gegen Karikaturen Websites gehackt und entstellt.

Religiös motivierte Hacker und vermutlich auch einige Trittbrettfahrer dringen in mehrere Hundert dänische und andere westliche Websites ein und entstellen sie. Die Website Zone-h sammelt solche "Defacements" und archiviert sie.

Die Proteste aus bestimmten Teilen der islamischen Welt entzünden sich an Karikaturen, die den Propheten Mohammed als Bombenleger darstellen und bereits im September 2005 von einer dänischen Zeitung abgedruckt wurden. Die Angriffe gegen westliche Web-Server richten sich vor allem gegen dänische Websites, aber auch gegen israelische, westeuropäische und amerikanische Server. Insgesamt zählt Zone-h bisher knapp 1000 Entstellungen, davon allein 600 bei dänischen Websites.

Die Botschaften, die islamische Hackergruppen bei ihren Einbrüchen hinterlassen, reichen von moderaten Forderungen nach einer Entschuldigung über Boykottaufrufe gegen dänische Produkte bis zu extremistischen Äusserungen wie der Androhung von Selbstmordattentaten. Die von Zone-h dokumentierten Einbrüche zeigen, dass sich einmal mehr die Ereignisse der so genannten realen Welt auch im Cyber-Space wiederspiegeln.

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