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8 Millionen Hotelkundendaten gestohlen

25.08.2008 | 16:31 Uhr |

Ein indischer Hacker hat die Kundendaten von über 8 Millionen Gästen der Hotelkette "Best Western" geklaut.

Die Hotelgruppe Best Western hat einen massiven Datenklau zu beklagen. Wie die britische Zeitung "The Sunday Herald" berichtet, soll es einem Hacker aus Indien Ende letzter Woche gelungen sein, die elektronischen Datenbanksätze von über 8 Millionen Hotelgästen zu stehlen.

Der Hacker konnte somit unter anderem an die Adressen, Telefonnummern und Kreditkartennummern aller Gäste des Hotels seit 2007 gelangen. Die ergatterten Daten, so heißt es in dem Bericht weiter, werden von der russischen Mafia bereits zum Verkauf angeboten.

Dem Angreifer gelang der Diebstahl, nachdem er sich in das Online-Buchungssystem einklinken konnte, das die Hotelkette nutzt. Der indische Angreifer soll bisher noch nicht in Erscheinung getreten sein und die Online-Buchungssystems-Software mittels eines trojanischen Pferdes ausgehebelt haben. Über den Schädling gelang es ihm die Zugangsdaten der Hotelmitarbeiter auszuspionieren, was ihm den Zugriff auf die Kundendaten erleichterte.

Die britische Zeitung wurde am letzten Donnerstag auf den Einbruch bei Best Western aufmerksam und informierte kurz darauf die Hotelkette. Diese wiederum ergriff laut eigenen Angaben sofort alle Maßnahmen, um die Sicherheitslücke im System zu schließen.

Die gestohlenen Kundendaten tauchten derweil auf Untergrund-Websites auf, die von einem Teil der russischen Mafia betrieben werden, die sich auf Internet-Kriminalität spezialisiert hat. Wem die Websites wirklich gehören, lässt sich nicht zurückverfolgen. Die Daten könnten Gold wert sein: Laut Angaben des FBIs verliert jedes Opfer von Internet-Kriminalität im Schnitt 700 US-Dollar. Auf 8 Millionen User hochgerechnet, hätten die Daten einen Wert von über 5,6 Milliarden US-Dollar.

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