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Ubuntu 10.04 mit Social Community-Integration

30.04.2010 | 13:42 Uhr |

Mit Ubuntu 10.04 hat Canonical wieder eine LTS-Version (Long Term Support) veröffentlicht, für die es drei Jahre Support geben wird. Das Erscheinungsbild wurde aufgehübscht, außerdem wurde der Zugriff auf Facebook, Twitter und andere Communitys direkt in Ubuntu integriert.

Ubuntu 10.04 LTS “Lucid Lynx” Desktop Edition ist eine so genannte Long Term Support-Version. Das bedeutet für Anwender, dass Canonical (die Firma des südafrikanischen Milliardärs Mark Shuttleworth, die Ubuntu Linux maßgeblich entwickelt) drei Jahre lang Sicherheits- und Bugfix-Updates für die Desktop-Version von Ubuntu 10.04 und sogar fünf Jahre für die Serverversion zur Verfügung stellen wird. Solche LTS erscheinen grob gesagt alle zwei Jahre und bieten somit Anwendern und vor allem Serveradministratoren langfristige Sicherheit. Nicht-LTS-Versionen bekommen nur 18 Monate lang Sicherheits- und Bugfix-Updates.

Dass der schnellere Bootvorgang unter den Neuerungen genannt wird, gehört mittlerweile schon zum Standardrepertoire von Ubuntu – das ja tatsächlich schnell startet. Hier macht auch Ubuntu 10.04 keine Ausnahme: Das Linux-System soll sowohl von PCs und Notebooks mit herkömmlichen Festplatten als auch von Rechnern mit SSD-Speichern schneller hochfahren. Ist der Ubuntu-Rechner dann einsatzbereit, begrüßt den Benutzer ein freundlicher Lila-Hintergrund – das altbekannte Ubuntu-Braun gehört damit der Vergangenheit an.

Ubuntu 10.04 LTS bekam eine neue zentrale Anlaufstelle für Chatkonten (wie Pidgin und ICQ), Schnittstellen zu Social Communites und dem Online-Datenspeicher Ubuntu One. Dieses „Me Menu“ ermöglicht unter anderen den direkten Zugriff auf Social Networks wie Facebook, Digg, Twitter sowie diverse Chatchannels ohne dass Sie noch eine separate Anwendung installieren oder das Browser-Frontend bemühen müssen. Bei Ubuntu One, dem Online-Datenspeicher und Synchronisationstool, das seit Ubuntu 9.10 fest in den Desktop integriert ist, gibt es ebenfalls Detailverbesserungen. Jetzt können auch Bookmarks und Kontakte via Ubuntu One ausgetauscht werden.

Neu hinzugekommen ist der Ubuntu One Music Store, dessen Inhalte im MP3-Format Sie direkt auf dem Rhythmbox-Musikplayer von Ubuntu abspielen können. Auf DRM wird bei den MP3s verzichtet. Zuvor müssen Sie die Lieder aber kaufen, es handelt sich hier also um ein kommerzielles Modell und damit um einen Versuch von Canonical, mit Ubuntu Geld zu verdienen.

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