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Lenovo will Aldi-PC-Hersteller Medion übernehmen

01.06.2011 | 12:15 Uhr |

Das chinesische Unternehmen Lenovo hat ein Angebot für die Übernahme des Aldi-PC-Lieferanten Medion vorgelegt. Der Medion-Gründer hat dem Angebot bereits zugestimmt und verkauft seine Anteile

Der chinesische PC-Hersteller Lenovo hat ein öffentliches Übernahmeangebot für alle ausstehenden Aktien der Medion AG abgegeben. Lenovo will pro ausstehende Medion-Aktie 13 Euro in bar bezahlen. In einer Mitteilung von Medion heißt es, der Medion-Gründer, Mehrheitsaktionär und Vorstandschef der Medion AG, Gerd Brachmann, habe dem Angebot bereits zugestimmt.

Gerd Brachmann hält 36,66 Prozent aller Medion-Aktien und wird seine Anteile für 13 Euro pro Aktie an Lenovo verkaufen. Brachmann erhält 80 Prozent des Kaufpreises in bar und 20 Prozent in Lenovo-Aktien. Brachmann besitzt rund 17,75 Millionen Medion-Aktien und erhält somit von Lenovo rund 230 Millionen Euro.

"Die Durchführung dieses Kaufvertrags steht ebenfalls u.a. unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen sowie des Erreichens einer Mindestbeteiligungsschwelle von 51% des Grundkapitals der Medion AG. Im Hinblick auf die restlichen von Herrn Brachmann gehaltenen Medion-Aktien haben Herr Brachmann und Lenovo eine langfristige Call und Put Option vereinbart", heißt es in der Mitteilung der Medion AG.

Die Börse reagierte positiv auf das Übernahmeangebot. Der Wert der Medion-Aktie stieg um knapp 17,5 Prozent auf 12,98 Euro pro Aktie. Lenovo lässt sich die Übernahme der Medion AG insgesamt rund 630 Millionen Euro kosten. Lenovo will Medion entweder komplett übernehmen oder mindestens 51 Prozent der Medion-Anteile. Einer Übernahme müssten die Kartellwächter zustimmen.

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