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Dark Purple

Angeblicher USB-Killer-Stick zerstört Notebook (Video)

14.10.2015 | 10:02 Uhr |

Ein Killer-USB-Stick muss nur in den USB-Port eines Rechners gesteckt werden, schon haucht dieser sein Leben aus. Behauptet ein russischer Hacker. Zweifel bleiben.

Ein russischer Sicherheitsexperte, der sich Dark Purple nennt, will einen Killer-USB-Stick entwickelt haben. Dieser Killer-Stick kann angeblich jedes IT-Gerät zerstören, in dessen USB-Anschluss er gesteckt wird.

Das demonstriert Dark Purple zumindest in einem Youtube-Video.

Man sieht in dem Video ein offensichtlich funktionierendes Notebook im Akku-Betrieb. Dann steckt der Hacker seinen Killer-USB-Stick in den USB-Port des Laptops. Binnen einer Sekunde wird der Notebook-Bildschirm schwarz und auch die Kontrolllichter des Notebooks erlöschen. Der Hacker zieht nun den USB-Stick ab.

Dark Purple drückt dann mehrmals auf den Einschaltknopf – nichts. Das Notebook fährt nicht mehr hoch. Selbst nachdem Dark Purple das Netzkabel angeschlossen hat, sendet das Notebook kein Lebenszeichen.

Dark Purple verrät jedoch nicht, wie genau der Stick das Notebook zerstören soll. Der Hacker sagt nur, dass der USB-Stick einen Stromschlag durch das Notebook jagt. Angeblich soll ein Spannungswandler einen Kondensator aufladen, der sich dann schlagartig entlädt, wenn man den USB-Stick einsteckt. Dann jagen 220 Volt durch das Notebook.

Laut Dark Purple kann der Killer-Stick für zwei unterschiedliche Zwecke genutzt werden: Als zerstörerischer „Virus“ und als Selbstzerstörungsmechanismus – letzteres dann zum Schutz von Daten.

Der in dem Video gezeigte Killerstick sei laut Dark Purple bereits die verbesserte Version 2.0. Dark Purple nennt ihn USB Killer 2.0.

Das Notebook, das in dem Video zerstört wurde, könne sich durch einen Austausch der Hauptplatine wieder zum Leben erwecken lassen. Es sei höchst unwahrscheinlich, dass auch die Festplatte beschädigt sei, so dass die darauf befindlichen Daten sich vermutlich wiederherstellen lassen. Sagt Dark Purple.

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Vorsicht vor fremden USB-Sticks

Wir können nicht nachprüfen, ob der Stick wirklich wie beschrieben funktioniert. Mit letzter Sicherheit lässt sich also nicht ausschließen, dass es sich dabei nicht vielleicht doch um einen Hoax handelt. Allerdings eignet sich diese Demonstration sehr gut dafür davor zu warnen, unbedacht einen fremden USB-Stick an seinen Rechner anzustecken: Denn dass dadurch Malware übertragen wird, ist eine ganz realistische Gefahr. Unabhängig davon, ob des Zerstören eines Rechners per Stromschlag von einem USB-Stick nun funktioniert oder nicht.

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