192027

Angeblicher Tod von Bill Gates sorgt für Kurseinbrüche

04.04.2003 | 12:57 Uhr |

Eine Falschmeldung hat zu Kurseinbrüchen an der Börse in Seoul geführt: Eine halbstaatliche koreanische Fernsehanstalt hatte gemeldet, dass der Microsoft-Gründer Bill Gates bei einer Benefizanstaltung im kalifornischen Los Angeles erschossen worden sei.

Eine Falschmeldung hat zu Kurseinbrüchen an der Börse in Seoul geführt: Eine halbstaatliche koreanische Fernsehanstalt hatte gemeldet, dass der Microsoft-Gründer Bill Gates bei einer Benefizanstaltung im kalifornischen Los Angeles erschossen worden sei, wie der deutsche Nachrichtensender N-TV berichtet.

Die Ente des Tages lieferte der Fernsehsender MBC TV. Zwei koreanische Nachrichtensender übernahmen die Falschmeldung über den angeblichen Tod von Bill Gates offensichtlich ohne weitere Nachforschungen und verbreiteteten sie weiter.

Der Börsenindex in Seoul brach daraufhin um 1,5 Prozent ein. Allerdings reagierten die TV-Sender schnell, als sie erkannten, dass sie einer Falschmeldung aufgesessen waren. Bereits eine 15 Minuten nach deren Ausstrahlung flimmerte das Dementi mitsamt einer Entschuldigung über die koreanischen Mattscheiben. Die Börse reagierte prompt und die Kurse zogen wieder an.

Geschmacklos: die gefakte CNN-Website

Das haltlose Gerücht war durch eine manipulierte Website entstanden, die im Erscheinungsbild der Seite des US-Nachrichtensenders CNN gehalten ist. Die gefakte Website macht bereits seit Jahren ihre Runde im Internet.

Microsoft nimmt Google ins Visier (PC-WELT Online, 04.02.2003)

Java-Urteil: Microsoft hat gute Chancen vor US-Berufungsgericht (PC-WELT Online, 04.04.2003)

PC-WELT-Sonderhefte zum Download

0 Kommentare zu diesem Artikel
192027