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Android sollte ein Kamera-OS werden

18.04.2013 | 07:17 Uhr |

Android sollte ursprünglich gar kein mobiles Betriebssystem für Smartphone und Tablet werden - sondern ein Kamera-OS.

Eine "Smart-Camera": Das sollte mit dem mobilen Betriebssystem Android ursprünglich erreicht werden, wie jetzt einer der Software-Schöpfer verriet . Als der Markt der mobilen Handsets aber zu explodieren begann, arbeitete man das Betriebssystem um. Android-Mitgründer Andy Rubin erläutert auf einer Konferenz in Tokyo: "Exakt die gleiche Plattform und exakt das gleiche Betriebssystem des heutigen Android, haben wir für Kameras entwickelt."

Wie Rubin weiter ausführt, sei es der Plan gewesen, eine Kamera mit Cloud-Speicher zu erschaffen, die Fotos automatisch online verstaut. Noch im April 2004 präsentierte Rubin potenziellen Investoren sein Kamera-Modell anhand einer Slideshow, auf der unter anderem eine Kamera zu sehen war, die sich kabelgebunden oder kabellos mit dem PC verbindet, auf dem das sogenannte "Android Datacenter" installiert ist. Nur fünf Monate später lenkte die Firma aber ein und erklärte Android zu einer "Open-Source-Lösung für Mobilgeräte". "Der Markt für Digitalkameras war für uns einfach nicht groß genug", führt Rubin aus. "Damals machte ich mir nur Sorgen wegen Microsoft und wegen Symbian. Das iPhone hatten wir damals noch gar nicht auf dem Schirm."

Ein richtiger Schritt: Die ersten, ambitionierten Ziele von Android sahen bis Ende 2010 einen Marktanteil von 9 Prozent in Nordamerika und Europa vor. Im letzten Jahr, 2012, knackte Android bereits die 72-Prozent-Marke. Das Betriebssystem wurde bisher nicht nur in Smartphones und Tablets eingesetzt, sondern auch in Espressomaschinen und Kühlschränken.

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