Android-Virenschutz

Antiviren-Tool Lookout für Android nun deutschsprachig

Mittwoch, 14.12.2011 | 15:23 von Arne Arnold
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© Schwarz PR
Die Sicherheitsfirma Lookout hat heute ihre Antiviren- und Sicherheits-App für Android in der deutschsprachigen Version vorgestellt. Die Software blockiert aber nicht nur schädliche Apps, sondern bietet weitere nützliche Sicherheitsfunktionen.
Lookout gibt’s nun wie kürzlich angekündigt auch deutschsprachig in einer kostenlosen Version im offiziellen Android Market . Der Hersteller verspricht, dass Lookout ein Smartphone zuverlässig vor schädlichen Android-Apps schützt, ohne dabei nennenswert den Akku zu belasten. Bei hauseigenen Tests benötigt Lookout an einen Tag in etwa so viel Strom, wie für ein Telefongespräch von 33 Sekunden Dauer nötig ist. Das ist nicht viel.

Funktionen: Das kann Lookout in der kostenlosen Version

  • Schutz vor Malware, Spyware und Phishing-Betrug.
  • Geräteortung eines verlorenen oder gestohlenen Geräts auf einer Karte und Aktivierung eines lauten Signals, um das Gerät in der Nähe aufzufinden.
  • Sicherung der Kontakte durch in einen Online-Speicher und Wiederherstellung der Daten auf einem anderen Gerät.

  Dafür müssen sie die Premium-Version von Lookout kaufen

Lookout Premium kostet für 2,49 Euro pro Monat oder 24,99 Euro pro Jahr und bietet diese Funktionen:

  • Sicheres Surfen und Schutz vor Phishing-Versuchen und bösartigen Websites.
  • Eine Beraterfunktion analysiert, welche Rechte die bereits installierten Apps haben und zeigt etwa so, welche Apps auf persönliche Daten zugreifen dürfen.
  • Sperrfunktion und Löschen privater Daten über eine Internetseite, um einem Fremdzugriff auf persönliche Daten beim Verlust des Handys vorzubeugen.
  • Erweiterte Backup-Funktion zur Sicherung von Fotos, Anruflisten und Kontakten sowie deren Wiederherstellung auf einem neuen Gerät.

Die Nutzer der kostenlosen Lookout Version können die Premium-Version zwei Wochen als kostenlose Testversion ausprobieren. Danach schaltet die App automatisch auf die Gratis-Variante zurück.
 
Bedrohungen für Android-Smartphones: Mehr Viren drängen in den Android-Market

Zur Einführung der deutschsprachigen Version von Lookout spricht der Mitgründer und CTO Kevin Mahaffey über die Bedrohungslage für Android-Smartphones. Laut Mahaffey sind im November 2011 rund 1000 neue schädliche Apps für Android aufgetaucht. Im gesamten Jahr 2011 sollen eine Million Nutzer von schädlichen Apps betroffen sein. Mahaffey rechnet damit, dass der finanzielle Schaden durch Viren-Apps bereits in die Millionen geht. Die größten Schäden wurden in Russland und China durch Apps verursacht, die heimlich teure Premium-SMS-Nachrichten versehen. In Deutschland sind solche Apps bisher nicht oder kaum verbreitet.

Fiese Verbreitungswege: So landen Viren-Apps auf dem Smartphone

Die meisten Android-Viren werden heute an legale und beliebte Apps angehängt und dann unter ähnlichem Namen neu in den Android-Market veröffentlicht. Beispiel: Aus der legitimen App Guitar Solo Light machten die Virenprogrammierer einen Trojaner namens Super Guitar Solo . Diese App stellten sie neu in den offiziellen App-Store und fanden so Tausende Opfer, die sich das verseuchte Programm bereitwillig installierten. Ist der Android-Virus erst einmal aktiv, kann er ähnliche viel Schaden anrichten wie ein Virus auf dem PC.


Neue Verbreitungsmasche: Die Virenprogrammier haben sich eine weitere Methode ausgedacht, ihre Schädlinge auf die Handys ihrer Opfer zu bringen. Sie schalten in harmlosen, aber werbefinanzierten Apps eine Anzeige für ihre verseuchte App. Wer auf die Anzeige tippt, etwa weil dort ein neues Handy-Spiel beworben wird, landet dann auf einer Internetseite, die dem offiziellen Android-Market zum verwechseln ähnlich sieht. Dort wartet dann etwa die verseuchte Spiele-App auf Ihre Installation. Anwender, die auch Apps aus fremden Quellen zulassen, werden vor der Installation nicht gewarnt. Es sei denn, sie nutzen eine Schutz-Software wie Lookout.

Download: Wer sein Android-Smartphone mit Lookout schützen möchte, findet das Programm hier im Android Market .

Mittwoch, 14.12.2011 | 15:23 von Arne Arnold
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