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Android-Trojaner: Hacker verdienen 500.000 Dollar pro Tag

01.07.2016 | 15:03 Uhr |

Die chinesische Trojaner-Familie Hummer infiziert laut Cheetah Mobile mehr als 1,4 Millionen neue Geräte pro Tag.

In Indien, Indonesien und China treibt seit Anfang 2016 eine neue Trojaner-Familie ihr Unwesen. Die Hummer-Schadsoftware befällt vor allem Android-Geräte und zählt allein in China rund 63.000 neue Infektionen täglich, berichtet das Mobile-Security-Unternehmen Cheetah Mobile .

Wenn die Hummer-Entwickler für jede dieser neuen Infektionen rund 50 Cent bekommt, verdienen die Hacker täglich rund 500.000 US-Dollar, schätzen die Sicherheitsexperten. Wird ein Smartphone von Hummer befallen, wird das Mobilgerät gerootet, wodurch die Angreifer Administrator-Privilegien bekommen. Im Anschluss installiert die Malware neue Apps und öffnet Werbe-Popups. Das Herunterladen dieser Anwendungen im Hintergrund verbraucht viel Datenvolumen. Da Hummer Root-Zugriff hat, können Nutzer der Schadsoftware nicht mit herkömmlichen Anti-Virus-Tools zu Leibe rücken. Auch ein Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen verspricht keinen Erfolg.

Die Drahtzieher hinter Hummer kommen laut Cheetah Mobile aus China. Verantwortlich für die Infektionen sei den Angaben zufolge die Untergrund-Internet-Industrie des Landes. Hummer ist aktuell die Trojaner-Familie mit den meisten Infektionen weltweit. Allein zwischen Januar und Juni 2016 lag die durchschnittliche Zahl der mit Hummer infizierten Geräte bei 1,19 Millionen.

Hummer verbreitet sich derzeit auf der ganzen Welt. Am stärksten vom Trojaner betroffen sind aktuell Indien, Indonesien, die Türkei und China. Deutschland rangiert in der Topliste der betroffenen Länder noch auf Platz 24.

Datensicherung für Smartphones

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