576352

Samsung Galaxy S als USB-Speicher & ohne Kies nutzen

20.08.2010 | 15:38 Uhr |

Sie wollen das Top-Android-Smartphone Samsung Galaxy S einfach an Ihren PC anschließen und als Massenspeicher nutzen? Geht nicht! Außer Sie ändern eine Einstellung. Und wir verraten, wieso Sie Samsung Kies auf bestimmten Windows-7-PCs besser nicht nutzen sollten.

Das Samsung Galaxy S ist das derzeitige Top-Android-Smartphone von Samsung und damit ein Hauptkonkurrent zum Apple iPhone und zum HTC Desire. Anders als das Desire kann man es aber nicht einfach so an einen PC anschließen und danach als Massenspeicher nutzen.

Sobald Sie das Galaxy S mit dem PC via USB-Kabel verbinden, fordert Sie der Rechner auf, einen speziellen Treiber zu installieren. Zudem versucht das Galaxy S standardmäßig, die Kies-Software von Samsung zu starten. Sofern Kies auf Ihrem Windows-PC nicht installiert ist, kommt keine Verbindung zwischen PC und Samsung Galaxy S zustande. Ebenso scheitert ironischerweise eine Kontaktaufnahme zwischen dem Android-Smartphone und einem Linux-PC.

PC-WELT fragte bei Samsung nach. Dort erklärte man uns, dass man erst die Standardeinstellung beim Galaxy S ändern muss, damit die Erkennung als Massenspeicher durch den PC funktioniert. Dazu gehen Sie in „Einstellung , Telefoninfo/Einstellung, USB“ und wählen dort „als Massenspeicher verwenden“. Danach verbinden Sie das Samsung Galaxy S via USB-Kabel mit dem Rechner. Jetzt sollte es einwandfrei vom PC als Massenspeicher erkannt werden, sofern eine SD-Karte eingelegt ist.

Auf diese Weise können Sie nun problemlos Dateien zwischen dem Windows- oder Linux-Rechner und dem Smartphone austauschen. Beim Desire oder beim Garmin Nüvifone A50 klappt das allerdings auch ohne vorherige Umstellung...

Eigentlich möchte Samsung aber diese Verbindungsmöglichkeit gar nicht (womit Samsung aber vom Android-Standard abweicht). Samsung sieht es lieber, wenn die Kunden die Kies-Software für den Austausch zwischen Rechner und Samsung-Smartphone verwenden. Dazu müssen Sie aber ein 145 MB großes Paket herunterladen und installieren. Zudem benötigen Sie dann eine proprietäre Software wie bei Apple – iTunes lässt grüßen. Kies gibt es zudem ohnehin nur für Winows, Linux- und MacOS-Anwendern steht sie nicht zur Verfügung.

Und selbst unter Windows ist Kies nicht unproblematisch. Im Kurztest der PC-WELT verursachte Kies den ersten Absturz unseres Windows-7-Rechners überhaupt. Der Grund laut Samsung: Kies ist derzeit inkompatible zu 64-Bit-Software. Auf einem Rechner mit Windows 7 64 Bit sollten Sie Kies also nicht installieren! Samsung arbeitet derzeit an einem Update für Kies, das dieses Problem beheben soll. Umso wichtiger ist also die normale Zugriffsmöglichkeit via Massenspeichererkennung.

0 Kommentare zu diesem Artikel
576352