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Android-Taschenlampen-App bespitzelt Nutzer

06.12.2013 | 17:05 Uhr |

Die Android-App Brightest Flashlight hat ohne das Wissen ihrer Nutzer deren Standort-Daten ausspioniert und an Werbefirmen weitergeleitet.

Die US-Kommunikationsbehörde FTC warnt in dieser Woche in einer offiziellen Mitteilung vor der Android-App Brightest Flashlight. Die Taschenlampen-Applikation hat den Angaben zufolge ohne Zustimmung ihrer Nutzer kontinuierlich deren Standort-Daten gesammelt und an Werbefirmen weiterverkauft. Wie aus Googles Play Store hervorgeht, wurde Brightest Flashlight in den vergangenen Monaten über eine Million Mal heruntergeladen.

Entwickler Goldenshores Technologies hat die Nutzer der App gleich in zwei Punkten getäuscht. So verlangt die Anwendung bei der Installation zwar die Zustimmung zur Sammlung der Standortdaten, doch selbst wenn der Android-Nutzer hier nicht zustimmt, werden seine Geo-Daten dennoch übermittelt. Weiterhin betont Goldenshores in den Nutzungsbestimmungen, dass die gesammelten Daten ausschließlich für interne Erhebungen bestimmt seien. Wie die FTC erklärt, seien die Nutzerdaten jedoch zu Werbezwecken an Dritte verkauft worden.

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Goldenshores und die FTC haben sich nun auf einen Vergleich geeinigt. Der Entwickler muss alle gesammelten Daten löschen und seine App im Play Store anpassen. In der neuen Version soll es der ausdrücklichen Zustimmung des Nutzers für das Sammeln von Standort-Daten bedürfen.

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