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Vielseitig einsetzbar, aber fieses Design

Durch das offene Betriebssystem Android können sich immer mehr Elektronikfirmen zu Handyherstellern aufschwingen. Das neueste Modell soll vom israelischen Komponentenhersteller Compulab kommen. Da Exeda sieht aus wie ein Industrie-Handheld zum Erfassen von Lagerbeständen.

Warum müssen Android-Handys so hässlich sein? Diese Frage stellt sich beim Betrachten des Exeda der israelischen Firma Compulab. Schon das erste Smartphone mit dem Google-Betriebssysten, das T-Mobile G1 , stieß mit seinem Aussehen bei den Lesern von Areamobile.de auf Ablehnung. Sein Gehäuse mit dem abgewinkelten Kinn konnte nur wenige überzeugen, obwohl es praktisch für die Benutzung des Trackballs ist. Das ist aber noch gar nichts gegen die graue Kiste, die Compulab anscheinend auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas präsentiert hat. Das Modell im drögen Industriedesign unterstützt die These, dass durch Android fast jede Elektronikfirma zum Handyhersteller werden kann.

Bisher ist der israelische Hersteller vor allem als Produzent von elektronischen Bauteilen für Flugzeuge, medizinische Geräte und Eisenbahnzüge bekannt. Auch sein Handy für GPRS, CDMA und UMTS erinnert an ein Bauteil aus der Industrie. Dafür ist es allerdings auch sehr vielseitig in seinen Einsatzmöglichkeiten. Genau wie ein Laptop hat das Exeda nicht nur WLAN, Bluetooth und zwei USB-Ports zur Übertragung von Daten eingebaut. Eine serielle Schnittstelle und ein Ethernet-Port gehören ebenfalls zur Ausrüstung. Die Kamera fotografiert mit bis zu 2 Megapixeln.

Als Hauptprozessor verwendet das Exeda einen Chip von Marvell mit 520 MHz Taktfrequenz. Der mächtige Akku mit 3.000 mAh dürfte den ganzen Arbeitstag durchhalten. Wer auch beim Betriebssystem einen öden Industriestandard bevorzugt, der kann eine Version mit Windows Mobile kaufen. Sie wird ohne eine schicke Grafikoberfläche wie bei Sony Ericsson oder HTC geliefert. Im März soll das Gerät in die Läden kommen, falls die Ankündigung nicht doch eine Fälschung ist. Dafür gibt es einige Hinweise, denn schließlich ist es verwunderlich, dass keiner der vielen Artikel von der CES über das Gerät berichtet hat.

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