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Android-Reset-Funktion ist unzuverlässig

09.07.2014 | 19:08 Uhr |

Das Zurücksetzen eines Android-Smartphones oder -Tablets vor dem Verkauf reicht offenbar nicht aus, um Fotos und Nachrichten dauerhaft vom Gerät zu löschen.

Wer sein Android-Gerät verkaufen möchte, verlässt sich auf die Zurücksetzen-Funktion, die alle auf dem Smartphone oder Tablet gespeicherten Daten löscht. Die Informationen können nach Ansicht des Sicherheitsunternehmens Avast jedoch mit etwas Aufwand wiederhergestellt werden.

Bei 20 für einen Testlauf gebraucht gekauften Android-Smartphones ließen sich insgesamt 40.000 Fotos wiederherstellen. Dabei hatten die Vorbesitzer ihre Geräte über die in Android integrierte Löschfunktion vor dem Verkauf geleert. Unter den Bildern befanden sich zahlreiche Kinderfotos, aber auch viele Nacktbilder der ehemaligen Besitzer.

Zudem konnte Avast Suchbegriffe, E-Mails und Textnachrichten wieder lesbar machen. Mit diesen Informationen konnten vier der 20 Vorbesitzer eindeutig identifiziert werden. Avast empfiehlt daher ein komplettes Überschreiben der auf dem Smartphone gespeicherten Daten. Hierfür bietet der Hersteller passenderweise eigene Apps an.

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Apple-Nutzer müssen sich hingegen keine Sorgen machen. Ein Reset führt auf iPhone und iPad dazu, dass der Schlüssel zum Lesen der Nutzerdaten gelöscht wird. Sollten also Daten erbeutet werden, so sind diese nicht mehr lesbar.

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