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Android-Ransomware verbreitet sich per SMS

22.10.2014 | 18:05 Uhr |

Die über SMS-Nachrichten verbreitete Android-Schadsoftware Koler will Nutzer zu Strafzahlungen zwingen.

Schon seit Mai warnen Sicherheitsexperten vor einer Malware namens Koler für Android, die Nutzer mit angeblichen Benachrichtigungen von Behörden zu Zahlungen drängt. Eine von AdaptiveMobile entdeckte Version von Koler verbreitet sich über SMS-Nachrichten, in denen sich eine mit bit.ly verkürzte URL befindet.

Wird die dort befindliche Software auf dem Android-Gerät installiert, so legt sich ein Fenster dauerhaft über den kompletten Bildschirm. Darin werden gefälschte Nachrichten von Behörden angezeigt, die dem Anwender vorwerfen, kinderpornografische Inhalte auf seinem Gerät gespeichert zu haben.

Über MoneyPak soll daher eine Strafzahlung getätigt werden, erst dann soll der Nutzer die Kontrolle über sein Gerät wieder erhalten. Die angezeigten Nachrichten sind teilweise sogar lokalisiert, US-Bürger erhalten beispielsweise Zahlungsaufforderungen, die angeblich vom FBI stammen. Darüber hinaus verschickt Koler SMS-Nachrichten an alle auf dem Gerät gespeicherten Kontakte.

Im Notfall: Android mit dem Recovery-Modus retten

Android-Nutzer sollten generell keine Apps aus nicht offiziellen Quellen installieren. Im Falle einer Infektion hilft nur das Starten des Geräts im abgesicherten Modus, erst dann kann die Ransomware deinstalliert werden.

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