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Android-Malware-Entwickler droht 10 Jahre Haft und 250.000 Dollar Strafe

28.08.2015 | 11:57 Uhr |

Mit seinem Baukasten konnten Online-Kriminelle Schädlinge entwickeln, die es an den Sicherheitsmechanismen von Google Play vorbeigeschafft haben.

Im März 2014 wurde ein Spionage-Tool aus dem Malware-Baukasten Dendroid in Google Play entdeckt. Der Trojaner, als harmlose Android-App getarnt, wurde immerhin kurze Zeit nach Entdeckung wieder aus Google Play entfernt. Dendroid aber gab es wohl weiterhin für 300 US-Dollar auf Untergrundmärkten zu kaufen. Mit dem Baukasten können sich Online-Kriminelle relativ leicht neue Malware zusammenschrauben und in Umlauf bringen.

Nun muss sich ein ehemaliger Praktikant der Sicherheitsfirma FireEye vor Gericht wegen Dendroid verantworten. Ihm drohen zehn Jahre Haft und 250.000 Dollar Strafe. Der 20jährige hatte vier Monate lang ein Praktikum bei FireEye gemacht und währendessen oder kurz danach mit der Entwicklung des Malware-Baukastens begonnen haben. Das berichtet Ars Technica unter Berufung auf diverse Quellen.

Bei FireEye soll der Ex-Praktikant angeblich an der Verbesserung der Android-Malware-Erkennung gearbeitet haben, indem er neue Malware-Familien gesucht habe. Angeblich soll der Angeklagte nicht nur 300 Dollar für seinen Bausatz verlangt haben, sondern auch den Quellcode zum Verkauf angeboten haben. Mit diesem hätten Internet-Schurken ihre eigenen Versionen von Dendroid entwickeln können. Gegenüber Forbes soll FireEye bereits gesagt haben, dass man den Ex-Praktikanten für jede weitere Zusammenarbeit in der Zukunft mit FireEye ausgeschlossen habe.

FireEye ist nicht das einzige IT-Unternehmen, von dem ein Ex-Praktikant wegen Sicherheitsproblemen im Licht der Öffentlichtkeit steht. Facebook hatte unlängst einen Praktikaten gar nicht erst antreten lassen.

Video: Die unglaublichsten Sicherheitslücken im Internet

 

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