Exklusiv-Interview
Android: Erlösmodell noch unklar
PC-WELT: Aber an Android wirken neben Google auch mehr als 30 weitere Unternehmen mit…
Rode: Stimmt genau - Android ist kein reines Google-Produkt, sondern ein Zusammenschluss mit 34 Unternehmen zur Open Handset Alliance – Google alleine könnte das gar nicht leisten. Unsere Leistung ist hier, zu moderieren und zu kanalisieren. Wir haben den Rahmen, die Vision vorgegeben – man braucht auch für eine solche Open-Source-Plattform eine Vision, die dahinter steckt. Wenn wir nur eine Alternative zu den bestehenden Plattformen bieten wollten, wäre das wahrscheinlich nicht so spannend. Unsere Vision ist, dass wir in zwei Jahren mit einem Mobiltelefon alles das machen kann, was man heute mit einem Laptop oder einem PC machen kann. Unsere Leistung ist es sicherlich, viele große Unternehmen zusammen an einen Tisch zu bringen, mit dem Ziel, ein solches Projekt gemeinsam anzugehen.
PC-WELT: Wie sieht das Erlösmodell von Googles Android aus? Werden solche Services Geld kosten?
Rode: Es ist zu früh, darüber zu spekulieren, wie das genaue Erlösmodell aussehen wird. Wir freuen uns jetzt erstmal auf die spannenden Ideen, die da kommen werden. Dass man sicherlich früher oder später auch mal Geld mit einzelnen Diensten verdienen möchte und wird, steht außer Frage.
PC-WELT: Microsoft hat in der vergangenen Woche in Deutschland einige Windows-Live-Anwendungen veröffentlicht. Insbesondere in Windows Live Local stecken ein paar nette Features drin. Wird man da als Mitbewerber unruhig?
Rode: Die lokale Suche ist mit Sicherheit ein spannendes Geschäftsfeld. Der Nutzer profitiert davon, wenn er eine größere Auswahl an Produkten hat. Das treibt den Markt an, schafft Innovationen und davon profitieren letztlich alle. Insofern ist es gut, dass es mehr als einen Spieler gibt.
PC-WELT: Bauen Sie im Gegenzug jetzt auch ein Betriebssystem? – Die Gerüchte halten sich ja schon seit Jahren…
Rode: Nun – zu Gerüchten und Spekulationen, die sich im Markt befinden nehmen wir bekanntlich grundsätzlich keine Stellung. .
PC-WELT: … aber Sie dementieren sie auch nicht.
Rode: Wir bestätigen weder, noch dementieren wir. Wir kämen aus dem Dementieren nicht heraus, wenn wir zu jedem Gerücht, dass es im Markt gibt, was wir gerade tun, Stellung beziehen würden.
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