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Analysten erwarten weniger Gewinn bei Amazon

Der Online-Händler Amazon wird am Dienstag seine Bilanz für das erste Quartal vorlegen. Analysten gehen davon aus, dass das Unternehmen weniger verdient hat.

Der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon.com hat im ersten Quartal bei steigendem Umsatz nach Meinung von Experten weniger Geld verdient. Von First Call/Thomson Financial befragte Analysten rechnen im Durchschnitt mit Erlösen in Höhe von knapp 2,23 Milliarden Dollar und einem Ergebnis je Aktie von 0,12 Dollar. Vor einem Jahr hatte Amazon im Auftaktquartal noch 1,9 Milliarden Dollar umgesetzt und ein Ergebnis von 0,18 Dollar vor Sonderposten erwirtschaftet. Amazon wird an diesem Dienstag (25. April) seine Zahlen vorlegen.

Nach Ansicht von Beobachtern dürfte die Bilanz von Amazon im Wesentlichen keine Überraschungen bieten. Die Analysten von Susquehanna Financial rechnen damit, dass der Konzern ein Ergebnis im Rahmen der Erwartungen liefern wird. "Wie immer wird man sich vor allem die operative Marge sehr genau ansehen", heißt es in einer von den Experten veröffentlichten Studie.

Amazon selbst hat für das erste Quartal einen operativen Gewinn zwischen 70 (-35 Prozent) und 105 Millionen Dollar (+3 Prozent) in Aussicht gestellt, dies entspräche einer operativen Marge zwischen 3,3 und 4,6 Prozent. Beim Umsatz wird ein Anstieg auf 2,14 bis 2,29 Milliarden Dollar (+13 bis 20 Prozent) erwartet.

Unsicher bleibt für die Experten unterdessen, ob Amazon an seiner bisherigen Jahresprognose festhalten wird. Diese habe Amazon abgegeben, bevor der Spielwarenhändler Toys R Us im März nach einem langjährigen Gerichtsverfahren sein Vertragsverhältnis mit dem Online-Konzern aufgelöst habe. "Es ist also unklar, ob der Verlust von Toys R Us bereits in die Prognose miteingeflossen ist", geben die Analysten zu bedenken.

Bislang lautet die Amazon-Prognose für das Jahr 2006 noch 9,85 bis 10,45 Milliarden Dollar für den Umsatz und 370 (-14%) bis 510 Millionen Dollar (+18%) für das operative Ergebnis. Nach Ansicht des Marktes steht das verloren gegangene Geschäft für ein operatives Ergebnispotenzial von 20 bis 50 Millionen Dollar.

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