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Analysten: Windows Vista startet schwächer als XP

21.02.2007 | 16:45 Uhr |

Die ersten Zahlen von Analysten zeigen, dass Windows Vista zum Start doch nicht Windows XP übertrumpfen konnte, was den Verkauf der Endanwender-Fassungen angeht. Bei den PC-Verkäufen sorgte Vista aber für einen Schub.

Laut Angaben der Analysten von NPD Group wurden von Windows Vista in den ersten sieben Tagen nach Verkaufsstart 59 Prozent weniger Exemplare verkauft, als seinerzeit in der Startwoche von Windows XP. Für die Analyse wurden die Verkaufszahlen großer US-Handelsketten verwendet.

Auch wenn die Verkaufsfassungen von Windows Vista sich schleppend verkauften, zeigt sich ein anderes Bild, wenn um die PC-Verkäufe geht. In der ersten Vista-Woche wurde hier ein Anstieg von über 60 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr gemessen. Laut NPD Group sei dies ein Zeichen dafür, dass die Konsumenten der Ansicht seien, einen neuen Rechner für Vista zu benötigen und sich daher gleich einen neuen PC inklusive Vista zulegen.

Wie der US-Dienst Cnet weiter berichtet, verweist die NPD Group auch darauf, dass eine Windows-Fassung in der Vista-Startwoche fünf Mal häufiger gekauft wurde, als noch im selben Zeitraum im Vorjahr. In 30 Prozent aller Fälle wurde dabei zur teuersten Vista-Variante gegriffen, nämlich Windows Vista Ultimate. Dies hebt den Durchschnittspreis für alle verkauften Windows-Vista-Versionen auf um die 210 US-Dollar, was immerhin einen Anstieg von 65 Prozent im Vergleich zum durchschnittlichen Preis der verkauften XP-Versionen seinerzeit beim XP-Start bedeutet.

Im Endeffekt bedeutet dies aber auch, dass Microsoft zwar zum Vista-Start weniger Einnahmen verbuchen konnte, als seinerzeit bei Windows XP, aber unterm Strich mehr pro verkaufter Einheit verdiente.

Microsoft-Chef Steve Ballmer hatte bereits Ende letzter Woche seine bisherigen Umsatz-Vorhersagen für Windows Vista relativiert und als "zu aggressiv" bezeichnet. Darauf angesprochen äußerte sich Bill Gates aber gegenüber kanadischen Journalisten positiv über den Vista-Start und betonte, dass Vista gut angenommen werde und bei Händlern für höhere PC-Verkäufe gesorgt habe. Die Frage, ob Microsoft etwas an seinen Prognosen für Vista ändern wollte, verneinte Gates.

Windows spielt für Microsoft eine enorm wichtige Rolle, denn immerhin generiert das Unternehmen mit keinem anderen Produkt derart viel Einnahmen. Pro US-Dollar Umsatz macht das Unternehmen mit Windows immerhin rund 75 Cent Gewinn.

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