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Rund ein Viertel aller verkauften iPhones wurden geknackt

29.01.2008 | 11:55 Uhr |

Analysten haben errechnet, dass von allen bis Ende 2007 verkauften iPhones rund eine Millionen Geräte im Umlauf sind, die geknackt wurden. Das würde einen hohen Anteil von 27 Prozent bedeuten.

Apple gestattet den Verkauf von iPhones in den USA nur in Verbindung mit einem Mobilfunkvertrag bei AT&T. Bisher war unbekannt, wie viele Geräte im Umlauf sind, die von ihren Besitzern geknackt wurden. Die Analysten von Bernstein Research haben sich die Zahlen von Apple und AT&T genauer angesehen und sind zu einem erstaunlichen Ergebnis gekommmen: Ein Viertel aller bis Ende des Jahres 2007 in den USA verkauften Geräte wurde demnach geknackt.

Laut Angaben von Bernstein Research ergab eine genauere Betrachtung der iPhone-Zahlen von Apple und AT&T, dass 1,45 Millionen iPhones "vermisst" werden. Sprich: Die Geräte werden in den USA genutzt, sind aber nicht bei AT&T per Mobilfunkvertrag gemeldet. Dabei wird geschätzt, dass AT&T einen Vorrat von rund 480.000 iPhones hält, was bedeutet, dass rund 1 Millionen iPhones geknackt wurden. Das entspricht rund 27 Prozent aller bis Ende 2007 in den USA verkauften Geräten.

Die hohe Zahl an geknackten iPhones hat laut Einschätzung der Analysten einen großen Einfluss auf die erwarteten Geschäftszahlen von Apple. Den mit jedem geknackten iPhone entgehen Apple zusätzliche Einnahmen seitens AT&T.

Dass ein so großer Markt für geknackte iPhones existiert, bezeichnen die Analysten als ein "strategisches Dilemma" für Apple. So sei es ein Ziel von Apple, möglichst viele Geräte zu verkaufen. Werden nun die geknackten iPhones per Firmware-Update abgeschaltet, dann würden zwar die durch die iPhones in Verbindung mit AT&T generierten Gewinne steigen, aber die angepeilten Verkaufszahlen könnten darunter leiden. Lässt Apple dagegen die geknackten iPhones im Umlauf, dann sinken die Gewinne pro Gerät.

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