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Analysten: Intel entlässt zu wenig Mitarbeiter

07.09.2006 | 15:17 Uhr |

Intel trennt sich bis 2008 von 10.500 Mitarbeitern. Kaum hatte der Chip-Gigant mit dem schrumpfenden Margen dies bekannt gegeben, stieg der Aktienkurs von Intels Papier. Doch nur kurzzeitig, mittlerweile ist das Börsen-Hoch wieder vorüber. Denn die Analysten sind vom Umfang des Stellenabbaus enttäuscht: Intel entlässt nämlich zu wenig Angestellte, wie die Börsen-Experten meinen.

Marktwirtschaftliches Denken und Handeln ist für die Betroffenen nicht immer besonders angenehm. Und die Logik der Börsen-Analysten dürfte das Blut von so manchem Arbeitnehmer zum Kochen bringen. So vermutlich auch im Fall Intel : Zwar entlässt der Chip-Konzern rund zehn Prozent seiner Mitarbeiter, doch der Börse ist das zu wenig. Analysten und Investoren wollen noch mehr Blut sehen.

So stieg der Aktienkurs von Intel zwar unmittelbar nach der Ankündigung des Stellenabbaus. Doch mittlerweile ist er wieder deutlich zurückgegangen. Die Analysten zeigten sich nämlich enttäuscht von Intels Maßnahmen zur Kostenreduzierung, insbesondere der Personalabbau fällt den Börsenexperten zu schwach aus, wie die englische IT-Nachrichtenseite EE-Times meldet.

Die Analysten berufen sich auf Untersuchungen, nach denen Intel bis zu 20.000 Mitarbeiter feuern müsste, um die Kosten wirklich effektiv zu senken. Diese Zahl - 20.000 - nannte beispielsweise das Wall Street Journal am 1. September ( die PC-WELT berichtete ). Außerdem habe Intel das Unternehmen nicht wirklich einer durchgreifenden Inventur unterzogen, wie ein weiterer Vorwurf aus Börsenkreisen lautet.

Details zum Stellenabbau lesen Sie in dieser PC-WELT-Meldung:

Intel will 10.500 Stellen streichen

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