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Analyse: Wie beeinflusst die RAM-Größe den Notebook-Markt?

23.05.2007 | 13:26 Uhr |

Arbeitsspeicher kostet Geld, so viel dürfte jedem klar sein. Doch welchen Einfluss hat die Größe des Arbeitsspeichers ganz konkret auf die Marktanteile? Dieser Frage ist die PC-WELT am Beispiel von Notebooks nachgegangen. Das Zahlenmaterial stammt wie immer vom BFL IT INDEX.

Die Analyse zeigt, wie sich zwischen den Jahren 2005 und 2007 die Anteile der im Internet angebotenen Notebooks mit den vier häufigsten RAM-Größen entwickelt haben und wie sich diese Entwicklung auf die durchschnittlichen Notebookpreise ausgewirkt hat.

Keine Überraschung: Die Angebotshäufigkeit der Notebooks mit einem Arbeitsspeicher von 256 MB ist im Betrachtungszeitraum rapide gesunken. War Anfang 2005 noch fast jedes dritte Notebook mit einem 256er Speicher bestückt, so weisen Anfang 2007 lediglich drei Prozent aller im Internet angebotenen Notebooks diese Speichergröße auf. Erwartungsgemäß beträgt der durchschnittliche Preisrückgang bei Notebooks mit 256 MB RAM stolze 32 Prozent.

Anders als bei den Notebooks mit 256 MB Arbeitsspeicher kann von einer Marktbereinigung bei den Geräten mit 512 MB RAM nicht die Rede sein. Zwar vermindert sich deren dominierender Anteil aus 2005 (65 Prozent) um ganze 20 Prozent - dennoch bleiben sie mit 45 Prozent sehr stark auf der Angebotsseite vertreten. Interessant hierbei ist, dass der Anteilsverlust keinen großen Einfluss auf den Durchschnittspreis hatte: Notebooks mit 512 MB RAM verzeichnen innerhalb der letzten zwei Jahre den geringsten Preisverlust!

Den größten Sprung machten Notebooks mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher. Innerhalb von zwei Jahren steigerten sie ihren Angebotsanteil von anfänglichen 5 Prozent auf 45,1 Prozent und lösten somit seit Januar 2007 den 512er als den am Häufigsten eingebauten Arbeitsspeicher in mobilen Endgeräten ab. Betrachtet man sich den dazugehörigen Verlauf des durchschnittlichen Angebotspreises, verwundert diese Entwicklung nicht: Seit Januar 2006 nähern sich die Preise für Notebooks mit 512 MB und 1 GB stetig an.

Notebooks mit 2 GB Arbeitsspeicher steigern ihren Anteil auf 6,5 Prozent - möglicherweise eine Folge des starken Preisrückgangs Anfang 2006. Trotzdem bleiben Notebooks mit einem 2048er Speicher vorerst ein Premium-Produktangebot. Viele Anwender dürften für derart großen Arbeitsspeicher einfach keine Verwendung haben.

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