Analyse

VoIP als Service? Kunden sind zurückhaltend

Die Idee, die immer komplexer werdenden Funktionalitäten einer Telefonanlage als Dienstleistung zu beziehen, ist bestechend. Und sie ist durch die 'IP-isierung' der Kommunikationstechnologien auch immer einfacher umzusetzen.
Von Nicole Dufft

Denn moderne TK-Lösungen basieren heute auf denselben Protokollen, Technologien und Infrastrukturen wie IT-Lösungen. Wieso sollten sie also nicht wie IT-Lösungen auch im Outsourcing-Modell betrieben werden?
Zahlreiche Anbieter arbeiten derzeit an entsprechenden Angeboten für den Betrieb von VoIP- und Unified-Communications-Lösungen im Managed-Services- oder Hosting-Modell. Dazu zählen zum einen die Technologieanbieter selbst, wie beispielsweise Nortel oder Siemens. So bietet Siemens mit seiner OpenScape Enterprise Hosted Solution auch anderen Service Providern eine Technologieplattform, mit der diese Geschäftskunden Unified Communications (UC) als gehostete Lösung zur Verfügung stellen und damit neue Umsatzquellen erschließen können.
Zum anderen bieten Systemintegratoren wie Damovo, Dimension Data oder HP Services nicht nur Beratung, Integration und Implementierung sondern auch das Hosting von VoIP- und UC-Lösungen an. Und last but not least positionieren sich Netzbetreiber wie Arcor, Interoute oder Verizon mit Kommunikationslösungen im Hosting-Modell. Fast alle Anbieter zielen damit primär auf mittelständische und kleinere Geschäftskunden, für die der Eigenbetrieb einer komplexen Kommunikationsinfrastruktur eine (zu) große Herausforderung darstellt.
Die Vorteile, eine VoIP- oder UC-Lösung nicht selbst einrichten und betreiben zu müssen, sind auch nicht von der Hand zu weisen: Unternehmen sparen sich hohe Anfangsinvestitionen in die notwendige Infrastruktur, sie beziehen sämtliche Kommunikationsfunktionalitäten als Dienstleistung und können diese z.B. pro Nutzer abrechnen, so dass die Kosten recht gut kalkulierbar werden. Ihre TK-Infrastruktur wird leicht skalierbar – aufwärts wie abwärts – und sie können die lästige Aufgabe, eine komplexe Kommunikationslösung selbst zu managen, an externe Spezialisten abgeben. Über entsprechende Dienstleistungsverträge (SLAs) geben sie auch die Verantwortung für den reibungslosen und sicheren Betrieb der Lösung ab.
Alles gute Argumente. Dennoch sind die deutschen Kunden bisher wenig überzeugt. Wie die jüngste Berlecon-Studie 'VoIP und Unified Communications 2008 – Anforderungen und Pläne deutscher ITK-Entscheider' zeigt, sind die deutschen ITK-Entscheider bislang wenig geneigt, ihre VoIP- oder UC-Lösungen komplett aus der Hand zu geben. Zwar wünschen sich rund 40 Prozent der CIOs in Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern, dass ein externer Dienstleister Wartung und Betrieb ihrer TK-Anlage übernimmt. Eine komplette Auslagerung der Hard- und Software können sich dagegen nur weniger als 4 Prozent (!) vorstellen. Über die Hälfte der Verantwortlichen zieht es vor, eine VoIP- oder UC-Lösung inhouse und von eigenem Personal betreiben zu lassen.
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