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Amiga mini - Commodore verkauft flotte Amiga-Neuauflage

23.03.2012 | 11:19 Uhr |

Nostalgiker, Fans und Amiga-Liebhaber – mit seiner Neuauflage, dem Amiga mini, spricht Commodore keine kleine Zielgruppe an. Der PC-Zwerg hat ganz schön Power.

Commodore und Amiga sind Legenden der Computer-Geschichte. Der C64 alias „Brotkasten“ treibt Liebhabern Freudentränen in die Augen und mit dem Amiga 500 hat Commodore den Kampf gegen Atari gewonnen. Doch schlechtes Marketing und finanziell verlustreiche Abenteuer treiben den Tech-Giganten Mitte der 90er in den Ruin . Der Commodore-Entwickler Davie Haynie hat die letzten Tage der Firma auf Video festgehalten: Leere Hallen, Galgenhumor und düstere Klänge.

Die Rechte von Commodore und damit auch die von Amiga wurden später aufgekauft durch Commodore USA. Und Commodore USA will nun den Amiga wiederbeleben – in Gestalt des Amiga mini. Der Mini-Rechner ist seinen Vorfahren in Sachen Rechenkraft aber massiv voraus. In dem Aluminium-Gehäuse (silber oder schwarz) stecken 16 GB RAM, eine Nvidia Geforce GT 430 mit 1 GB Speicher und eine Intel-Core-i7-CPU – genauer gesagt: Intel Core i7-2700k 3,5 GHz. Es sollen sich bis zu drei Monitore an den PC-Zwerg anschließen lassen. Daneben verfügt er über einen 7.1-Surround-Anschluss, HDMI, DVI und DisplayPort. Gleich vier USB-3.0-Anschlüsse warten neben nochmal vier USB-2.0-Steckplätzen. Der DVD-Brenner soll auch Blurays lesen können.

Amiga mini - zur Hersteller-Seite

Gleich zwei 11n-WLAN-Antennen sollen sehr guten Empfang sicherstellen. Alternativ lässt sich der Amiga mini auch ans LAN anschließen; mit bis zu 1000 Mbps. Auf der Festplatte haben, laut Commodore USA, 1 TB Daten Platz. Optional sei eine 300 oder 600 GB SSD verfügbar. Die Amiga-Power wird von zwei Lüftern gekühlt, beide sind 4 x 4 x 1 cm klein. Zur Lautstärke macht Commodore USA keine Angaben. Optional liegt dem Mini-Rechner eine Fernbedienung bei – dabei dürfte Commodore klar das Wohnzimmer als Wirkungsort des Amiga mini im Blick haben. Mit seinen 19,7 x 19,7 x 7,5 cm würde der Rechner dort nicht viel Platz wegnehmen. Er hat aber auch genügend Leistung als Multimedia- und als Spiele-PC im Büro oder Hobbykeller.

So viel Leistung schlägt sich im Preis nieder. Die günstigste Version der Amiga mini (Intel Core i3, 4 GB RAM, 1 TB Festplatte) kostet 1495 Dollar. Die teuerste mit Core i7, 16 GB RAM und 600 GB SSD kostet 2990 Dollar. Bastler können auch das Gehäuse alleine kaufen – es kostet 345 Dollar. Commodore USA verschickt kostenlos weltweit. Die Lieferzeiten gibt die Webseite mit 4 bis 6 Wochen an.

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