136282

Amiga kehrt zurück

30.10.2000 | 18:10 Uhr |

Viele Computer-Fans kriegen noch heute feuchte Augen und eine brüchige Stimme, wenn sie an den Amiga denken, der Computer der 80er Jahre schlechthin. Ausgestattet mit einem eigenen Betriebssystem, einfach zu bedienen und eine, für die damalige Zeit, ideale Spiele-Plattform. Totgesagte leben länger - jetzt kehrt er als AmigaOne im ersten Quartal 2001 zurück.

Die Anzeichen verdichten sich, dass eines der erfolgreichsten Computer-Modelle wieder aufersteht. Bill McEwan, Präsident von Amiga, erklärte in Australien, dass im ersten Quartal 2001 der neue AmigaOne bei Händlern stehen soll.

Viele Computer-Fans kriegen noch heute feuchte Augen und eine brüchige Stimme, wenn sie an den Amiga denken, den Computer der 80er Jahre schlechthin. Ausgestattet mit einem eigenen Betriebssystem, einfach zu bedienen und eine, für die damalige Zeit, ideale Spiele-Plattform.

Als der Amiga vom immer besser unterstützten PC abgelöst wurde, durchlief er eine langjährige Leidenszeit. Die Firma, die Patente und Namensrechte wurden immer wieder verkauft, eine Wiederbelebung immer wieder diskutiert, allerdings niemals ausgeführt.

Der AmigaOne basiert auf einem Motorola PowerPC-Prozessor, soll 800 US-Dollar kosten und wird von der deutschen Firma bPlan gebaut. Eine Plug-In-Karte wird mit Prozessor für 500 US-Dollar zu haben sein, hiermit sollen sich bereits vorhandene Amiga-Systeme aufrüsten lassen.

Die "Amiga Digital Environment Software" des AmigaOne soll sowohl als eigenständiges Betriebssystem als auch mit anderen Betriebssystemen wie Linux oder Windows CE laufen. Im Dezember diesen Jahres soll die Version 3.9 dieses Betriebssystems veröffentlicht werden und im Mittelpunkt der Offensive stehen.

Es soll mit allen gängigen Computern, vom Handheld bis hin zu Multi-Prozessor-Servern zusammenarbeiten, wobei das System, nach Aussagen von McEwan, bis zu 100 Prozessoren unterstützen kann.

Amiga-Enthusiasten, die an den Erfolg des Unternehmens glauben, können sich sogar direkt an Amiga beteiligen. Bill McEwan möchte bis zu 10 Prozent des Unternehmens verkaufen, die Mindestbeteiligung liegt bei 250 US-Dollar. (PC-WELT, 25.10.2000, mp)

www.amiga.com: Beteiligungen an Amiga

Amiga wieder verscherbelt (PC-WELT Online, 03.01.2000)

Gateway: Doch kein neuer Amiga (PC-WELT Online, 20.09.1999)

Gateway haucht Amiga neues Leben ein (PC-WELT Online, 16.08.2000)

0 Kommentare zu diesem Artikel
136282