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Amerikas neue Waffensysteme

Das Pentagon hat einige exotische Waffen in der Schublade, die bald in die Fertigung gehen könnten. Kritiker führen die exorbitanten Kosten und den fehlenden Feind als Gegenargumente an.

Der Angriff wäre schnell und verheerend. Weit von der Küste entfernt, startet der neue Zerstörertyp DD(X) 20 Artilleriegranaten innerhalb einer Minute. Diese werden von einem Satelliten ins Ziel gesteuert und schlagen zeitgleich ein. Wird eine noch größere Feuerkraft benötigt, verfügt der Zerstörer ebenfalls über Geschütze und Tomahawk-Raketen. Ist der Angriff vorbei, so verschwindet das Schiff dank einer Radarstrahlen reflektierenden Außenhaut. Zwar erscheint der 14 000 Tonnen schwere Koloss noch auf den feindlichen Schirmen, allerdings nur als kleines Fischerboot. Die ersten der 4,7 Milliarden schweren Zerstörer sollen im Jahre 2013 auslaufen. Wohin ist allerdings noch unklar.

Als zweiten Prototypen führt das Pentagon den Joint Strike Fighter ins nicht vorhandene Gefecht. Dieser kann vom Boden aufsteigende Raketen schon orten, bevor diese abgefeuert wurden. Mit einem Stückpreis von 60 Millionen $ und der geplanten Flotte von 2443 Maschinen, stellt dieses Programm einen der größten Posten im Budget des Verteidigungsministeriums dar. Doch auch an den Fußsoldaten wird gedacht: Unbemannte Drohnen erspähen den Weg, eine verstärkte Körperpanzerung verlängert die Soldatenleben und durch den Einsatz moderner Nachtsichtgeräte wird die Nacht zum Tag. So stiegen die Kosten für die Ausrüstung eines Infanteristen von 2000$ zu Zeiten des Vietnamkrieges auf 25000$ beim Einsatz in aktuellen Krisenherden.

Vor allem wegen der Tatsache, dass sich ein eindeutiger Gegner nicht ausmachen lässt, muss das Pentagon Kriegsgerät für alle eventuellen Einsatzmöglichkeiten entwickeln. Diese Ausgaben sind ein Dorn im Auge vieler Kritiker. Nach dem geplanten Sieg über Al Qaida bestünde nur die Gefahr eines Konflikts mit China. Dieser würde gänzlich andere Waffensysteme benötigen, wie z.B. eine Weiterentwicklung des Hummers oder die Gewichtsreduzierung bei der Infanteristenausrüstung.

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