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Amazon Firephone vorerst ohne Folgen für Smartphone-Markt

20.06.2014 | 11:02 Uhr |

Das neue Amazon-Smartphone Firephone dürfte trotz technischer Leckerbissen wie vier Kameras und dynamischer Perspektive kaum Auswirkungen auf die Marktanteile bei den Smartphones haben. Amazon würde mit dem Firephone also zunächst einmal nicht den Erfolg des Kindle Fire wiederholen können.

Marktbeobachter rechnen nach einem Bericht des taiwanischen IT-Nachrichtenportals Digitimes damit, dass Amazon bis zum Jahresende 2014 zwei bis drei Millionen Firephones verkaufen dürfte. Sofern diese vergleichsweise niedrigen Zahlen zutreffen sollten, hätte das erste Smartphone von Amazon kaum Bedeutung für den Smartphone-Markt insgesamt. Die Marktanteile und die dominierenden Positionen von Apple und Samsung würden durch das Amazon-Smartphone nicht entscheidend verändert beziehungsweise gefährdet.

Foxconn produziert Firephone

Foxconn soll anfangs zwischen 300.000 und 500.000 Firephones pro Monat produzieren.

Skandalfirma Foxconn im Portrait

Das Firephone produziert also ein in der Branche hinlänglich bekanntes Unternehmen: Nämlich die Foxconn Group. Also das gleiche taiwanische Unternehmen, das bereits für Apple das iPhone produziert. Und zwar in Fabriken, die in der Volksrepublik China stehen. In der Vergangenheit geriet Foxconn wegen der Arbeitsbedingungen in seinen chinesischen Fabriken immer wieder in die Kritik. Weil die harten Arbeitsbedingungen anscheinend sogar dazu führten, dass Mitarbeiter Selbstmord begingen. Zudem hat Foxconn auch Kinder zur Arbeit gezwungen.

Video: 5 Fakten zum Amazon FirePhone

Verkaufsstart mit angezogener Handbremse

Sollten diese Zahlen zutreffen, dann würde das Firephone kaum den Erfolg des Kindle Fire-Tablets wiederholen können. Dieses hatte sich mit seinen aggressiv niedrig kalkulierten Preisen schnell einen erheblichen Anteil unter den Android-Tablets erobert. Zudem wird Amazon sein erstes Smartphone vorerst wohl nur in den USA anbieten.

Das steckt im Amazon Firephone

Das Amazon Firephone besitzt einen Qualcomm-2,2-GHz-Quad-Core-Snapdragon 801-Prozessor, 2 GB Arbeitsspeicher, ein 4.7-Zoll IPS-Display mit 1280 x 720 Bildpunkten Auflösung und insgesamt vier Kameras, mit denen eine sogenannte dynamische Perspektive ermöglicht werden soll. Für die eigentlichen Foto-Aufnahmen ist eine 13-Megapixel-Kamera zuständig.

US-Preise

Amazon verkauft das Firephone mit zwei unterschiedlichen Speichergrößen: Die 64-GB-Version kostet 749 US-Dollar und die 32-GB-Version 649 US-Dollar. In der freien Unlocked-Variante ohne Provider-Bindung wohlgemerkt. Wer sich dagegen das Amazon Firephone im Bundle mit einem Mobilfunkvertrag von AT&T holt, bezahlt 299 beziehungsweise 199 Dollar.

Alle Informationen zum neuen Amazon Firephone

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