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Amazon wird erneut an fünf Standorten bestreikt

31.10.2016 | 15:53 Uhr |

Fünf Logistikzentren von Amazon in Deutschland werden aktuell wieder bestreikt. Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen.

Etwa 1.000 Beschäftigte in fünf Amazon-Logistikzentren in Deutschland sind erneut in den Streik getreten. Das meldet die Gewerkschaft Verdi. Die Streiks betreffen die Amazon-Standorte in Rheinberg und Werne (beide NRW), Graben (Bayern, bei Augsburg), Bad Hersfeld (Hessen) und Koblenz (Rheinland-Pfalz).  Die Streiks umfassen laut Verdi die Früh- und Spätschicht. In Bad Hersfeld und Koblenz hätten die Streiks bereits Sonntagnacht begonnen. "Wegen des Feiertags Allerheiligen in einigen Bundesländern am 1. November ist in den Versandzentren ein hohes Bestellvolumen aufgelaufen. Die Streiks werden erneut deutliche Wirkung zeigen", so Verdi.

Durch den Streik soll Amazon dazu gebracht werden, mit Verdi Verhandlungen über einen Tarifvertrag aufzunehmen. Außerdem soll erreicht werden, dass Amazon seinen "gewerkschaftsfeindlichen Kurs", wie es Verdi formuliert, aufgibt. Amazon diktiere weiterhin willkürlich Arbeitsbedingungen weiterhin willkürlich und enthalte den Beschäftigten rechtlich verbindliche Absicherungen vor. Aufgrund dessen seien die Krankenstände bei Amazon extrem hoch.

"Die Beschäftigten verlangten existenzsichernde Löhne und gute Arbeitsbedingungen per Tarifvertrag", so Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Die Lohnerhöhungen, die Amazon vorgenommen habe, seien ein Ergebnis der Streiks. Die Beschäftigten würden weiter Druck machen für einen Tarifvertrag, sagte Nutzenberger.

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