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Amazon will in den Markt für Sponsored-Links einsteigen

09.02.2006 | 10:44 Uhr |

Der Online-Versender Amazon testet derzeit, auch bezahlte Links über sein Partner-Programm anzubieten. Damit will sich der Konzern offensichtlich einen Teil dieses lukrativen Geschäftsfeldes sichern, der derzeit maßgeblich von Google dominiert wird.

Amazon prüft derzeit, ob künftig auch bezahlte Links über sein Amazon Associates Program angeboten werden sollen. Die über eine Million teilnehmenden Web-Seiten könnten dann neben Amazon-Produkten auch Sponsored Links eines nicht namentlich genannten Partners von Amazon aufführen und somit mehr Umsatz generieren, so das Unternehmen.

Die Testphase für das überarbeitete Programm läuft bereits seit dem 27. Januar. Wie viele Partner bislang daran teilnehmen, verrät der Konzern allerdings nicht. Der Vorstoß von Amazon kann als direkter Angriff auf Google und sein Google-Ads-Programm verstanden werden. Bislang konnten Website-Betreiber Google Ads und Amazon-Links gleichzeitig auf ihren Web-Seiten platzieren, dies wäre mit dem überarbeiteten Partner-Programm von Amazon nun aber nicht mehr in der Form möglich. Denn Google verbietet es, parallel zu Google Ads Sponsored Links anderer Anbieter auf einer Website zu integrieren.

Und genau das könnte der Knackpunkt für viele Anwender sein, nicht auf Amazon zu setzen. "Dies ist ein Grund, weshalb ich, und ich bin sicher auch andere, nicht teilnehmen werden. Wenn Amazon einen bestimmten Umsatz garantieren könnte, würde ich teilnehmen. Aber zum jetzigen Zeitpunkt verdiene ich zu viel über Google, um zu riskieren das zu verlieren, wenn ich das Programm von Amazon teste", erklärte Chris Beasley gegenüber unseren Kollegen des IDG News Service. Beasley betreibt über 100 Web-Seiten (unter anderem Online-Literature.com ) und wurde von Amazon hinsichtlich einer Teilnahme angeschrieben.

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