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Amazon verklagt 1100 Fake-Reviewer

19.10.2015 | 09:53 Uhr |

Amazon geht nun per Klage gegen über 1100 Nutzer vor, weil diese gegen Geld gefälschte Produkt-Bewertungen abgaben.

Amazon hat vor einem Gericht in Seattle eine Klage gegen 1114 Personen eingereicht, die gegen Bezahlung auf der Website von Amazon Bewertungen abgegeben haben sollen. Namentlich sind diese Personen nicht bekannt, daher ist in der Klageschrift von "John Doe 1" bis "John Doe 1114" die Rede, ein in den USA gängiger Platzhaltername für namentlich noch nicht identifizierte Personen.

Amazon wirft den Beklagten vor, dem Online-Unternehmen durch die Abgabe von "falschen", "irreführenden" und "nicht authentischen" Bewertungen geschadet zu haben. Sie hätten ihre Dienste über Fiverr.com für 5 US-Dollar (4,40 Euro) pro Bewertung angeboten. Gegen Dienste wie Fiverr.com, die gegen Bezahlung den Verkäufern von Produkten positive Bewertungen auf Online-Verkaufsportalen anbieten, hatte Amazon bereits vor einigen Monaten diverse Klagen eingereicht.

Die neue Klage richtet sich nun direkt gegen die Personen, die die falschen, positiven Bewertungen tatsächlich verfassen und abgeben. Derartige gefälschte Bewertungen, so der Vorwurf von Amazon, könnten trotz einer vergleichsweise geringen Zahl dem von Konsumenten in eine Online-Verkaufsplattform gesetzten Vertrauen schaden. Die betreffenden Angeklagten hätten teilweise durch verschiedene Konten mit unterschiedlichen IP-Adressen versucht, ihr Handeln zu vertuschen.

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