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Amazon und Pandora: Musik-Streaming für 5 Dollar pro Monat

12.09.2016 | 13:08 Uhr |

Sowohl Amazon als auch Pandora sollen einen Musik-Streaming-Dienst für fünf Dollar pro Monat planen. In beiden Fällen gibt es aber für Nutzer aus Deutschland einen Haken.

Amazon soll laut einem Bericht der New York Times einen Musik-Streaming-Dienst für monatlich fünf US-Dollar planen (bisher bietet Amazon Musik-Streaming nur im Rahmen von Amazon Prime an, allerdings mit deutlich weniger Liedern als die Konkurrenz). Damit wäre Amazons Musik-Streamingangebot rund die Hälfte günstiger als die Konkurrenz von Spotify, Deezer, Tidal, Google Play Music, Juke, Napster und Apple Music. Wobei einige Anbieter wie Apple auch günstigere Familien-Abos anbieten, die dann pro Nutzer deutlich günstiger sind.

Zehn US-Dollar beziehungsweise knapp zehn Euro haben sich bei den meisten Musik-Streamingdiensten als typischer Preis für einen Monat Nutzung herauskristallisiert. Die 10-Dollar- beziehungsweise 10-Euro-Preisgrenze unterbieten nur einige wenige Anbieter wie Aldi Life Musik mit 7,99 Euro pro Monat. Inhaltlich basiert Aldi Life Musik auf Napster.

Neben Amazon soll laut der New York Times auch der Internet-Radio-Anbieter Pandora die 10-Dollar-Preisgrenze demnächst unterbieten. Genauso wie Amazon soll auch Pandora mit einer monatlichen Nutzungsgebühr von fünf Dollar an den Start gehen. Die New York Times will das von Personen erfahren haben, die mit den Projekten betraut sind. Vorausgegangen sind monatelange Verhandlungen von Amazon beziehungsweise Pandora mit den Musik-Labels.

Sowohl Amazon als auch Pandora sollen ihre neuen Musik-Streaming-Angebote in den nächsten Wochen vorstellen. Amazon und Pandora wollen damit testen, ob zehn Dollar einfach zu viel sind und ob man mit fünf Dollar deutlich mehr Nutzer von einem legalen Musikangebot überzeugen kann. Denn 120 Dollar im Jahr (also 12x10 Dollar pro Monat) wären nach Meinung einiger Marktbeobachter einfach zu teuer – so viel Geld hätten Musik-Liebhaber in früheren Jahren ja auch nicht für CDs und Schallplatten ausgegeben. In den USA gibt 2016 ein einzelner Musikfan demnach im Durchschnitt 67 US-Dollar für Musik aus.

Bei Pandora vermutet die NYT, dass das neue, möglichweise schon in wenigen Tagen startende Musik-Streaming für fünf Dollar pro Monat eine Erweiterung des bereits jetzt erhältlichen kostenpflichtigen Angebotes werden könnte. Damit sollen die Nutzer unerwünschte Lieder wegklicken und Playlists mit vielen Stunden Musik online speichern können. Bis Weihnachten könnte dann Pandora mit einem weiteren Angebot nachlegen, das vom Leistungs-Umfang Spotify und Apple Music entspricht. Das soll dann aber auch zehn Dollar im Monat kosten. Insofern wäre Pandora also kein Preisbrecher.

Bei Amazon verhält es sich etwas anders. Amazons neues Musik-Streaming-Angebot soll zwar zunächst einmal auch zehn Dollar pro Monat kosten und leistungsmäßig tatsächlich Spotify oder Apple Music entsprechen. Doch wenn der Musik-Fan Amazons Musik-Streaming-Dienst an Amazons Sprachassistenten Echo koppelt, dann soll ihm der Spaß eben nur fünf Dollar pro Monat kosten. Damit würden sich ältere Gerüchte zu so einem Angebot bestätigen.

Nutzer aus Deutschland dürften von beiden neuen Musik-Streaming-Angeboten erst einmal nichts haben. Pandora bietet seine Dienste nicht in Deutschland an, sondern sperrt Interessenten aus Deutschland per IP-Sperre aus. Amazon wiederum verkauft hierzuladen Amazon Echo noch nicht.

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